Energiemonitoring bezeichnet die systematische, messtechnisch gestützte Erfassung, Aufzeichnung und Auswertung von Energieverbrauchsdaten in industriellen Anlagen und Gebäuden. Ziel ist es, Transparenz über Energieflüsse auf Maschinen-, Anlagen- und Unternehmensebene herzustellen, um Einsparpotenziale zu identifizieren, Zielwerte zu überwachen und die Grundlage für ein normkonformes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 zu schaffen. Technisch basiert Energiemonitoring auf Mess- und Wandlereinheiten für Wirkleistung, Blindleistung, Strom, Spannung und Frequenz, die über klassische Feldbussysteme (z. B. PROFIBUS, Modbus RTU) oder industrielle Ethernet-Protokolle (z. B. Modbus TCP, PROFINET, OPC UA) an übergeordnete Auswertesysteme angebunden sind. Dabei ist OPC UA kein Feldbus, sondern eine plattformneutrale Datenkommunikations- und Modellierungsspezifikation, die vorrangig für die Kommunikation zwischen Steuerungs-, MES- und Cloud-Ebene eingesetzt wird. Energy-Monitoring-Software stellt Verbrauchsdaten historisch dar, errechnet Kennzahlen wie den spezifischen Energieverbrauch je produzierter Einheit und ermöglicht den Vergleich gegenüber definierten Baselines. Granulare Messung bis auf Maschinenebene erlaubt die Zuordnung von Verbräuchen zu Produktionsaufträgen und Betriebszuständen. Im Kontext von Industrie 4.0 werden Energiemonitoringdaten zunehmend in MES- und ERP-Systeme integriert sowie für prädiktive Analysen genutzt.
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Energiemonitoring
EnergieeffizienzQuelle: wirautomatisierer-Redaktion