Energierückspeisung bezeichnet den Vorgang, bei dem kinetische oder potenzielle Energie, die bei Verzögerungs- oder Senkbewegungen in elektrischen Antriebssystemen entsteht, nicht in Wärme umgewandelt, sondern in das speisende Netz oder einen Zwischenkreis zurückgeführt wird. Im generatorischen Betrieb eines Umrichterantriebs arbeitet der Motor als Generator und erzeugt elektrische Energie. Rückspeisefähige Einspeiseeinheiten (Active Front End, AFE) wandeln diese Energie mittels eines selbstgeführten IGBT-Wechselrichters wieder in netzkonformen Wechselstrom um und speisen sie in das Versorgungsnetz ein. Alternativ kann die Energie im Zwischenkreis gekoppelter Antriebe direkt von bremsenden auf beschleunigende Achsen übertragen werden. Typische Anwendungsfelder sind Aufzüge, Krane, Prüfstände, Zentrifugen sowie Förderanlagen mit häufigen Lastwechseln. Gegenüber dem klassischen Bremswiderstand, der Bremsenergie thermisch vernichtet, reduziert die Rückspeisung den Nettoenergieverbrauch der Anlage erheblich und senkt gleichzeitig die Kühllasten im Schaltschrank. Die Wirtschaftlichkeit steigt mit der Häufigkeit und Größe der Bremsvorgänge.
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Energierückspeisung
EnergieeffizienzQuelle: wirautomatisierer-Redaktion