OPC Unified Architecture (OPC UA) ist ein plattformunabhängiger, serviceorientierter Kommunikationsstandard für die industrielle Automatisierung, der von der OPC Foundation spezifiziert und als IEC 62541 international normiert wird. Er löst die älteren OPC-Classic-Standards ab und vereint Datenzugriff, Alarme, historische Daten und Programmaufrufe in einem einheitlichen Adressraummodell. OPC UA definiert sowohl ein Informationsmodell als auch einen Transportmechanismus und unterstützt dabei mehrere Protokoll-Mappings, darunter das binäre TCP-basierte UA-Binary, HTTPS sowie WebSockets. Ergänzend steht mit der Pub/Sub-Erweiterung (IEC 62541-14) eine skalierbare Variante für Cloud- und IIoT-Szenarien zur Verfügung, die Mappings auf MQTT, AMQP und UDP-Multicast definiert. Das Sicherheitskonzept umfasst X.509-Zertifikate, signierte und verschlüsselte Nachrichten sowie rollenbasierte Zugriffssteuerung. Companion Specifications, die gemeinsam mit Industriekonsortien wie dem VDMA erarbeitet werden, definieren herstellerübergreifende Informationsmodelle für Domänen wie Robotik, Maschinensehen oder Antriebstechnik. Damit eignet sich OPC UA als vertikale Integrationstechnologie von der Steuerungsebene (SPS, DCS) bis in MES- und ERP-Systeme sowie Cloud-Plattformen.
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OPC UA
Industrie 4.0 & IIoTQuelle: wirautomatisierer-Redaktion