Standby-Verluste bezeichnen die elektrische Leistungsaufnahme von Maschinen, Anlagen oder Teilsystemen in Betriebs- und Ruhezuständen, in denen keine produktive Arbeit verrichtet wird. In industriellen Umgebungen entstehen diese Verluste typischerweise durch dauerhaft aktivierte Steuerungskomponenten, Netzteile, Kommunikationsmodule, Belüftungseinheiten, Heizungen in Schaltschränken sowie durch Hydraulik- und Druckluftsysteme, die ohne Produktionsbedarf im Umlauf gehalten werden. Obwohl die Einzelleistung je Komponente gering erscheint, summieren sich Standby-Verluste über lange Stillstandszeiten und viele Anlagen zu einem erheblichen Anteil am Gesamtenergieverbrauch eines Betriebs. Zur Quantifizierung ist ein differenziertes Energiemonitoring erforderlich, das Verbräuche auch außerhalb der Produktionszeiten auflöst. Gegenmaßnahmen umfassen die Implementierung definierter Betriebszustände und Niedriglastmodi in der Maschinensteuerung (u. a. gemäß ISO 14955 fuer Werkzeugmaschinen sowie den Anforderungen der Maschinenrichtlinie), das gezielte Abschalten von Peripheriesystemen ueber Schuetze oder Softstarter sowie die Optimierung der Anlagenautomatisierung im Sinne eines energieoptimierten Betriebszustandsmanagements. Die Norm IEC 62301 beschreibt Messverfahren fuer Standby-Leistungsaufnahmen; ihr Anwendungsbereich umfasst primaer elektrische Haushalts- und aehnliche Geraete und dient als methodische Referenz auch fuer weitergehende industrielle Betrachtungen.
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Standby-Verluste
EnergieeffizienzQuelle: wirautomatisierer-Redaktion