Ein Engineering-Framework bezeichnet eine integrierte Softwareplattform, die Werkzeuge, Datenmodelle und Methoden für den gesamten Engineeringprozess von Automatisierungslösungen bereitstellt. Es umfasst typischerweise Module für Hardwarekonfiguration, Netzwerktopologie, Steuerungsprogrammierung, HMI-Entwicklung, Antriebsparametrierung sowie Sicherheitstechnik innerhalb einer gemeinsamen Datenbasis. Durch die durchgängige Datenhaltung entfällt redundante Dateneingabe; Änderungen propagieren konsistent durch alle Projektteile. Engineering-Frameworks unterstützen häufig Versionsverwaltung, Mehrbenutzer-Engineering sowie den Import und Export nach offenen Formaten wie AutomationML (IEC 62714), dessen zugrundeliegendes Datenmodell CAEX (IEC 62424) bildet. Die Integration von Simulationswerkzeugen für die virtuelle Inbetriebnahme sowie Schnittstellen zu PLM- und ERP-Systemen erweitern den Funktionsumfang moderner Plattformen. Ziel ist die Reduktion von Engineeringaufwand, Fehlern und Time-to-Market durch Wiederverwendung von Bibliotheksbausteinen und standardisierten Projektstrukturen. Typische Anwender sind Maschinenbauer, Systemintegratoren und Anlagenbauer, die komplexe Automatisierungsprojekte mit heterogenen Komponentenlandschaften realisieren.
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Engineering-Framework
Software & EngineeringQuelle: wirautomatisierer-Redaktion