IO-Link ist eine standardisierte, punkt-zu-punkt-basierte Kommunikationsschnittstelle für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an übergeordnete Steuerungssysteme. Die Technologie ist in der internationalen Norm IEC 61131-9 definiert und ermöglicht neben der eigentlichen Nutzdatenübertragung auch die bidirektionale Parametrierung und Diagnosekommunikation über eine handelsübliche, ungeschirmte drei- oder fünfadrige Standardleitung (max. 20 m). Die Verbindung wird über einen IO-Link-Master hergestellt, der üblicherweise mehrere Ports bereitstellt (typisch vier oder acht, normativ nicht begrenzt) und die Protokollkonvertierung zu übergeordneten Feldbus- oder Industrial-Ethernet-Systemen übernimmt. Übertragungsraten sind in drei COM-Modi spezifiziert: COM1 mit 4,8 kBaud, COM2 mit 38,4 kBaud und COM3 mit 230,4 kBaud. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber konventioneller Verdrahtung ist die Möglichkeit zur zentralen Geräteparametrierung, zur automatischen Wiederherstellung von Sensoreinstellungen nach einem Gerätetausch (Data Storage, verfügbar ab Spezifikation V1.1) sowie zur Übertragung von Prozess- und Diagnosedaten in einem einzigen Zyklus. Dies erleichtert Predictive-Maintenance-Konzepte und reduziert Inbetriebnahmezeiten erheblich. IO-Link ist rückwärtskompatibel: Im abgeschalteten Kommunikationsmodus verhält sich der Port wie ein klassischer digitaler Ein-/Ausgang (SIO-Modus).
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IO-Link
Sensorik & MesstechnikQuelle: wirautomatisierer-Redaktion