Machine Vision bezeichnet den Einsatz industrieller Bildverarbeitungssysteme zur automatisierten, optischen Erfassung und Auswertung von Objekten in Produktions- und Prüfprozessen. Im Gegensatz zur allgemeinen Computer Vision liegt der Schwerpunkt auf robusten, echtzeitfähigen Lösungen unter industriellen Bedingungen. Ein typisches Machine-Vision-System besteht aus Kamera, Objektiv, Beleuchtung, Bildverarbeitungssoftware sowie einer Schnittstelle zur übergeordneten Steuerung. Die Bildaufnahme erfolgt synchronisiert mit dem Produktionsablauf, etwa über externe Trigger-Signale. Die Auswertealgorithmen prüfen Merkmale wie Abmessungen, Lage, Oberfläche oder Aufschriften und liefern ein Gut-/Schlechtteil-Urteil oder Positionsdaten innerhalb definierter Zykluszeiten. Machine Vision wird in der Qualitätssicherung, in der Roboterführung, bei der Identifikation von Bauteilen sowie in der Logistik eingesetzt. Standardisierte Schnittstellen wie GigE Vision oder USB3 Vision sowie Software-Frameworks wie GenICam haben die Interoperabilität von Komponenten unterschiedlicher Hersteller wesentlich verbessert. Anwendungen reichen von der Leiterplattenprüfung über die Vollständigkeitskontrolle in der Automobilindustrie bis hin zur Füllstandskontrolle in der Lebensmittelproduktion.
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Machine Vision
BildverarbeitungQuelle: wirautomatisierer-Redaktion