Eine Flächenkamera ist ein optoelektronischer Bildsensor, dessen lichtempfindliche Elemente (Pixel) in einer zweidimensionalen Matrix angeordnet sind. Sie erfasst mit jeder Belichtung ein vollständiges Einzelbild und ist damit die am häufigsten eingesetzte Kameraklasse in der industriellen Bildverarbeitung. Als Sensortechnologien kommen überwiegend CCD- und CMOS-Chips zum Einsatz, wobei CMOS-Sensoren aufgrund ihrer parallelen Pixelauslesung, hohen Auslesegeschwindigkeit und integrierten Signalverarbeitung pro Pixel zunehmend dominieren – begünstigt durch die schrittweise Abkündigung der Sony-CCD-Sensorlinie ab 2015. Flächenkameras eignen sich besonders für die Prüfung ruhender oder diskret bewegter Objekte, beispielsweise bei taktilem Stopp des Werkstücks auf einem Förderband. Wichtige Kenngrößen sind Auflösung (Megapixel), Bildwiederholrate (Frames per Second), Dynamikumfang und Empfindlichkeit. Bei sehr schnellen oder kontinuierlich bewegten Gütern stoßen Flächenkameras hingegen an Grenzen, da Bewegungsunschärfe die Bildqualität beeinträchtigen kann. Standardisierte Datenübertragungsschnittstellen umfassen GigE Vision, USB3 Vision, CoaXPress und Camera Link. Typische Einsatzfelder sind Montageprüfung, Etiketteninspektion, Vermessung von Spritzgussteilen sowie allgemeine Sichtprüfungen in der Qualitätssicherung.
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Flächenkamera
BildverarbeitungQuelle: wirautomatisierer-Redaktion