SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition) bezeichnet ein System zur Überwachung, Steuerung und Datenerfassung verteilt angeordneter technischer Anlagen und Prozesse. Es bildet typischerweise die Prozessleitebene (Level 3) der Automatisierungspyramide und kommuniziert mit unterlagerten Steuerungssystemen wie speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) sowie Fernwirkgeräten (RTU). Die Kernkomponenten eines SCADA-Systems umfassen einen zentralen Server, Kommunikationsinfrastruktur, Datenbankanbindung sowie eine Visualisierungsebene (HMI). Prozessdaten werden in Echtzeit erfasst, aufbereitet und archiviert. Operatoren können über grafische Leitstände in laufende Prozesse eingreifen, Sollwerte anpassen oder Schalthandlungen auslösen. Alarmmanagement und historische Trendanalyse sind feste Bestandteile moderner SCADA-Plattformen. Einsatzgebiete umfassen Energieversorgung, Wasseraufbereitung, Öl- und Gasindustrie, Prozessindustrie sowie die diskrete Fertigung. Durch die Anbindung an übergeordnete MES- und ERP-Systeme über standardisierte Schnittstellen wie OPC UA wird SCADA zunehmend in durchgängige Digitalisierungskonzepte integriert. Cybersecurity-Anforderungen gewinnen dabei wachsende Bedeutung, da SCADA-Systeme kritische Infrastrukturen absichern müssen.
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SCADA
Software & EngineeringQuelle: wirautomatisierer-Redaktion