Die Zykluszeit bezeichnet den Zeitraum, den eine SPS benötigt, um einen vollständigen Bearbeitungszyklus zu durchlaufen. Dieser Zyklus umfasst das Einlesen der Eingangssignale vom Prozessabbild, die sequenzielle Abarbeitung des gesamten Anwenderprogramms sowie das Schreiben der ermittelten Ausgangswerte in das Prozessabbild der Ausgänge und die anschließende Aktualisierung der physischen Ausgänge. Die Zykluszeit ist ein wesentlicher Kennwert für die Reaktionsfähigkeit einer Steuerung und wird durch die Komplexität des Anwenderprogramms, die Rechenleistung der CPU, die Anzahl der I/O-Punkte, die Kommunikationslast sowie systeminterne Verwaltungsaufgaben beeinflusst. Für zeitkritische Anwendungen wie schnelle Lageregelung, Pressenkontrolle oder Sicherheitsfunktionen sind kurze und vor allem deterministisch konstante Zykluszeiten unabdingbar. Viele SPS-Systeme ermöglichen die Definition mehrerer Tasks mit unterschiedlichen Zykluszeiten und Prioritäten, sodass zeitkritische Programmteile häufiger ausgeführt werden als unkritische Hintergrundaufgaben. Eine Überschreitung der konfigurierten maximalen Zykluszeit wird in der Regel als Watchdog-Fehler behandelt und führt zu einem definierten Systemstop.
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Zykluszeit
Steuerungstechnik & SPSQuelle: wirautomatisierer-Redaktion