Steigende Automatisierungsniveaus in Produktionsbetrieben sowie neue gesetzliche Anforderungen zur Deklaration von Fleisch-, Geflügel, Obst oder Molkereiprodukten bedeuten für Produzenten eine kontinuierliche Anpassung des Auszeichnungsprozesses. Wie auch komplexe Kennzeichnungsinhalte bei hohem Automationsgrad zu 100 % geprüft werden können, zeigt das Beispiel des australischen Geflügelproduzenten Inghams. Er setzt auf das Inspektionsssystem ESVS von Espera.
Vision-Inspektionssysteme wie das ESVS-System von Espera, übernehmen die Kontrolle für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Einerseits besteht die Möglichkeit, die Packung auf Beschädigung der Siegelnaht zu kontrollieren und entsprechend auszusortieren. Andererseits bieten Vision-Inspektionssysteme auch die Möglichkeit, Etiketteninformationen zu kontrollieren. Dabei wird geprüft, ob das Etikett auch tatsächlich auf die Packung appliziert wurde und ob der Etikettenabdruck gut lesbar ist. Insbesondere der Barcode für Scanner-Kassen in Supermärkten muss einwandfrei lesbar sein. Darüber hinaus bieten das ESVS-Inspektionssystem auch die Möglichkeit, komplette Etiketteninhalte zu kontrollieren.
Im Einsatz bei Inghams
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – dieser Satz ist für Inghams Food in Australien verpflichtend und Teil der Unternehmenskultur. Als einer der größten Geflügelproduzenten Australiens setzt Inghams dabei auf eine vollkommen neue Form der Packungs- und Etikettenkontrolle. Mit dem Ziel, Rückrufaktionen aus dem Einzelhandel zu vermeiden und die Informationsgenauigkeit auf jedem Produkt zu verbessern. Dies kann nur gewährleistet werden, wenn an jeder
Linie der sieben Produktionsstandorte eine hundertprozentige Packungskontrolle erfolgt und die geprüften Daten zentral für Qualitätszwecke zusammengeführt werden. Bei Liniengeschwindigkeiten von bis zu
120 Packungen pro Minute und höchstem Automationsgrad ist dies visuell durch das Produktionspersonal absolut nicht möglich. Auch Scanner-Systeme kommen bei den
gesetzten Anforderungen absolut an ihre Grenzen. Denn das große Ziel ist es, dass nicht nur geprüft wird, ob jedes einzelne Produkt mit einem Etikett versehen ist, sondern dass der Textinhalt auf dem Etikett auch tatsächlich zum Produkt passt. Nur so wird sichergestellt, dass der Endverbraucher die richtigen Produktinformationen wie zum Beispiel die Angabe von Allergenen oder Nährwerten auf seinem Produkt findet.
Espera nahm mit seinem ESVS-Vision-Inspektionssystem die Herausforderung an und ermöglicht bei Inghams sowohl die Prüfung der Abdruckqualität auf Etiketten als auch die inhaltliche Prüfung von Etiketteninformationen. Gemeinsam mit dem Qualitätsteam der Produktionsbetriebe
werden die zu prüfenden Kriterien definiert und Referenzprodukte als Basis der Prüfung angelegt. Eine Zeilenkamera erfasst in Echtzeit die gesamte Packung sowohl von der Oberseite als auch von der Unterseite.
Abgeglichen werden die in Echtzeit erfassten Produkte mit Referenzpackungen und Referenzdaten, die in einer separaten Datenbank liegen. Bereits bei der kleinsten Abweichung im Text oder in der Etikettenplatzierung meldet sich das visuelle Inspektionssystem ESVS mit einem Hinweis an den Produktionsmitarbeiter. Somit werden fehlerhafte Produkte automatisch aussortiert.




