Ihren Anfang nahm die Geschichte in den 1960er-Jahren im französischen Annecy. Für die Dichtheitsprüfung bei der Isotopenanreicherung von Kernkraftwerksbrennstoffen benötigte ein Zentrum für nukleare Forschung und Entwicklung eine hochsensitive Lösung. Bestehende Lecksuchverfahren reichten für die anspruchsvollen Prozessanforderungen nicht aus, insbesondere da das Equipment Verunreinigungen wie beispielsweise Feuchtigkeit verhindern musste. Dank ihres umfassenden Know-hows in der Vakuumtechnologie gelang es den Ingenieuren, einen neuartigen Lecksucher auf Basis der Massenspektrometrie mit Helium als Prüfgas zu entwickeln: den ASM 4.
Vakuumtechnologie als Innovationstreiber
Als Hersteller und Anbieter von Vakuumlösungen profitiert Pfeiffer seit jeher von der engen Zusammenarbeit zwischen seinen Entwicklungsteams für Vakuum- und Lecksuchtechnologie. Dank dieser engen Verbindung flossen technologische Fortschritte aus der Vakuumerzeugung kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Lecksucher ein. Dies trug maßgeblich dazu bei, deren Leistung, Reinheit und Robustheit über die Jahre zu steigern.
Mit frühen Entwicklungen wie dem ASM 10 rückten kompaktere und anwenderfreundliche Systeme in den Fokus, ohne die hohe Nachweisempfindlichkeit zu beeinträchtigen. In den 1980er-Jahren wurden Diffusionsvakuumpumpen und Flüssigstickstoffkühlfallen durch Turbomolekularvakuumpumpen abgelöst, wodurch die Lecksucher schneller wurden und komfortabler zu bedienen waren. In den darauffolgenden 1990er-Jahren wurden die automatische Kalibrierung und die trockene Vorvakuumerzeugung eingeführt, um den spezifischen Anforderungen von Branchen wie der Halbleiterindustrie gerecht zu werden. Der ASM 142 entwickelte sich später zu einem der bekanntesten Lecksucher auf dem Markt. Ihm folgten weitere Generationen, die für hohe Leistung, Benutzerfreundlichkeit und Robustheit ausgelegt waren.
Zuverlässige Dichtheitsprüfungen in allen Branchen
Heute kommen Lecksucher von Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions überall dort zum Einsatz, wo Dichtheit für Produktqualität, zuverlässige Prozesse und Sicherheit unerlässlich ist. Die Anwendungen reichen von vakuumisolierten Produkten und medizinischen Geräten über die Batterie- und Halbleiterproduktion bis hin zur industriellen Qualitätssicherung, zur Wartung sowie zu Forschung und Entwicklung. Ganz gleich, ob Bauteile vor Feuchtigkeit und Verunreinigung geschützt oder Prozessverluste verhindert werden sollen – die Lecksuche mit Prüfgasen bietet die Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit, die für anspruchsvolle Prüfumgebungen erforderlich sind.
Mobiler Lecksucher
Auch im Jubiläumsjahr setzt Pfeiffer seine Tradition technologischer Innovationen mit der Einführung des neuen ASM HVM fort. Dieser mobile Lecksucher wurde für zuverlässige, hochempfindliche Heliumdichtheitsprüfung mittlerer Prüfvolumina in der Halbleiterproduktion, in F&E sowie anderen industriellen Bereichen entwickelt.




