Die SHS-Schubzentrifugen gehören zur Gruppe der kontinuierlich arbeitenden filtrierenden Zentrifugen. Sie zeichnen sich durch eine klare Trennung von Verfahrensbereich, Lager- und Antriebsbereich sowie Hydraulikmechanismus aus. Der Rotor ist horizontal angeordnet. Das ermöglicht eine leichte Zugänglichkeit der Produktseite und des Antriebs. Die Zentrifugen setzen sich aus verschiedenen Baugruppen zusammen. Grundelement ist das Lagergehäuse. Es nimmt die Lagerung, den Rotor- und Schubantrieb und das Pumpenaggregat, einschließlich der elektro-hydraulischen Steuerung auf.
Das Produktgehäuse ist fliegend am Lagergehäuse angeflanscht. Es ist in Filtrat- und Feststofffangraum unterteilt. Ebenfalls fliegend sind die produktberührten Rotor- und Schubteile befestigt. Der Trommelaußenmantel hat eine versetzte Rundlochung. Der Innenmantel ist mit Spaltsieben belegt, deren Spalten in Schubrichtung verlaufen. Frontseitig ist das Produktgehäuse durch einen großen ein- oder zweiteiligen Frontdeckel verschlossen. Durch diese Öffnung ist ein einfacher Austausch der Spaltsiebbelege, Fülltrichter und anderer Verschleißteile möglich. Der Antrieb des Rotors erfolgt über einen Keilriemenantrieb. Die Trommeldrehzahl kann über verschiedene Keilriemenscheiben oder mithilfe eines Frequenzumrichters angepasst werden. Die Schubelemente werden über ein Elektro-Hydraulik-System betätigt. Ölmenge und Öldruck liefert eine durch einen Motor angetriebene Schraubenspindelpumpe. „Der Aufbau der Schubzentrifugen zeigt, dass es keinen Zwangstransport des aufzuarbeitenden Produkts, beispielsweise durch eine Schnecke, gibt“, erklärt Orth. „Deshalb ist es wichtig, dass sich bereits in der Aufgabezone ein knickfester Filterkuchen bildet. Schubelemente bewegen diesen dann Stück für Stück in Richtung Feststofffanggehäuse.“
Auf seinem Weg zum Trommelausgang wird der Filterkuchen kontinuierlich entwässert. In Abhängigkeit vom aufzuarbeitenden Produkt ist eine Restfeuchte von unter einem Prozent erreichbar. Die abzutrennenden Feststoffpartikel sollten ein Größe von über 80 µm haben. Allerdings lassen sich auch feinere Feststoffpartikel aufgrund der Eigenfiltrationswirkung des dicken, geschlossenen Filterkuchens problemlos ausbringen.
Um einen breiten Leistungsbereich abzudecken, sind die SHS-Schubzentrifugen in 13 Baugrößen mit Trommeldurchmessern von 250 bis 1200 mm erhältlich. Darüber hinaus gibt es die Hochleistungsmaschinen in ein-, zwei-, drei- und vierstufiger Ausführung. „Wie viele Stufen eine Zentrifuge haben sollte“, so Orth „hängt von der Produktart, der Partikelgröße und der Feststoffkonzentration ab.“ Eine konstruktive Besonderheit ist, dass das Austragssieb auf Wunsch des Anwenders auch konisch ausgeführt werden kann. Auf diese Weise kann die Restentwässerung auf der letzten Siebstufe optimiert werden.




