Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Adaptive Maschine für den Wandel in der Verpackungsindustrie
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Adaptive Maschine für den Wandel in der Verpackungsindustrie

    Die adaptive Maschine soll helfen, neue Herausforderungen in der Verpackungsindsutrie zu bewältigen.
    Veröffentlicht
    07. Dezember 2020
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Kleinere Losgrößen, kürzere Lebenszyklen und der Onlinehandel stellen die Hersteller von verpackten Konsumgütern vor zahlreiche neue Herausforderungen, vor allem auch in der Lebensmittelindustrie. Ein neuer Maschinentyp soll helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen: Die adaptive Maschine.

    Lebensmittel werden häufig im Internet beworben. Ein Post eines beliebten Influencers reicht – und schon steigt die Nachfrage nach einem bestimmten Produkt rapide an. Binnen 24 Stunden ist der komplette Lagerbestand aller Onlineshops aufgebraucht. Die Großhändler erhöhen die Bestellmengen – und der Hersteller steht vor dem Problem, dass er in der kurzen Zeit die unerwarteten Aufträge unmöglich produzieren kann.

    Dieses Szenario betrifft laut Wlady Martino, Verpackungsexperte bei B&R mittlerweile immer mehr Maschinenbetreiber. Martino: „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem herkömmliche Maschinen nicht mehr mit den Anforderungen der produzierenden Industrie und letztlich den Anforderungen der Konsumenten mithalten können.“

    Vier neue Herausforderungen

    Martino hat vier gravierende Herausforderungen identifiziert, vor denen die Hersteller von verpackten Produkten stehen:

    • Die Variantenvielfalt nimmt rapide zu
    • Die Losgrößen variieren immer mehr
    • Die Produktnachfrage schwankt stark und unvorhersehbar
    • Der Lebenszyklus einzelner Produkte wird immer kürzer

    „Die ganze Welt spricht von Losgröße 1 als größter Herausforderung der Produktion der Zukunft“, sagt Martino. „Doch wenn ich mit Maschinenbauern und -betreibern rede, stellt sich heraus, dass sie nicht allein die Losgröße vor neue Herausforderungen stellt. Es ist vielmehr die Kombination aus immer mehr Produktvarianten, die in stark variierenden Losgrößen und sehr kurzfristig produziert werden müssen.“

    Ein weiterer Faktor ist der Lebenszyklus der Produkte. Wurden Produkte früher mehrere Jahre lang einheitlich produziert und verpackt, hat sich dieser Zeitraum teilweise auf ein Jahr oder weniger verkürzt. Saison- oder Aktionsware wird häufig sogar nur wenige Wochen produziert. Ein Extremfall sind komplett individuelle Produkte. „Diese werden ein einziges Mal in einer Losgröße von einem Stück produziert“, so Martino.

    Merkmale der adaptiven Maschine

    Verpackungsmaschinen sind in den letzten Jahren zwar flexibler geworden, doch diese Flexibilität reicht für die neuen Anforderungen nicht mehr aus. Es braucht einen neuen Maschinentyp: die adaptive Maschine. Diese muss vier Kerneigenschaften aufweisen:

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →
    • Wirtschaftliche Produktion kleiner Losgrößen
    • Formatwechsel ohne Stillstandszeiten
    • Fähigkeit, Produkte zu fertigen, die derzeit noch nicht bekannt sind
    • Schnelle Maschinenverfügbarkeit für neue Produkte

    Wenn die Variantenvielfalt größer und die Losgrößen variabler werden, haben Umrüstzeiten einen größeren Einfluss auf die Verfügbarkeit und die Produktivität einer Maschine. Daher muss eine adaptive Maschine einen Formatwechsel auf Knopfdruck ermöglichen und idealerweise sogar verschiedene Produkte gleichzeitig fertigen können.

    Und eine adaptive Maschine muss auch Produkte herstellen können, die bei ihrer Entwicklung noch nicht bekannt waren. Daher stammt auch der Name adaptive Maschine – Die Maschine passt sich an das benötigte Produkt an. So wird die Zeit bis zur Markteinführung neuer Produkte massiv verkürzt.

    Technologien für die Umsetzung

    Zur Umsetzung der adaptiven Maschine müssen bestehende und neue Technologien zu einer Gesamtlösung verschmolzen werden. Die Technologien sind in erster Linie:

    • Track-Systeme
    • Vision-Systeme
    • Roboter
    • Digitale Zwillinge

    Herkömmliche Maschinen arbeiten fast ausschließlich sequenziell, also mit einem Transportband und damit synchronisierten Bearbeitungsstationen. Martino: „Auf dieser Basis lässt sich eine adaptive Maschine nicht umsetzen.“ Daher bilden intelligente Transportsysteme, sogenannte Track-Systeme, das Rückgrat des neuen Maschinentyps. Sie ermöglichen, dass jedes Produkt individuell durch den Produktionsprozess transportiert werden kann. Zudem lassen sich zeitintensive Prozesse parallelisieren, indem der Produktfluss durch Weichen auf mehrere Bearbeitungsstationen aufgeteilt und nachher wieder zusammengeführt wird. Mit intelligenten Track-Systemen ist es sogar möglich, Produkte zwischen zwei Shuttles einzuklemmen und so zu transportieren. So kann im Prinzip jedes Produkt individuelle Abmessungen und Formen aufweisen, ohne dass Umrüstungen notwendig sind. Die Software passt automatisch den Abstand der zwei Shuttles an das Produkt an.

    Für eine reibungslose Produktion muss jedes Produkt exakt reproduzierbar zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer eindeutigen Stelle sein. Wechseln die Produkte aber ständig, wäre es zu aufwendig, die Mechanik immer manuell anzupassen. Die Lösung dafür ist ein intelligentes Vision-System. Es erkennt automatisch Form, Orientierung und Größe eines Produktes und kann diese Information in weniger als einer Millisekunde an einen Roboter weitergeben. Dieser nimmt das Produkt blitzschnell auf und platziert es mit der gewünschten Ausrichtung auf einem Shuttle eines Tracksystems.

    Digitaler Zwilling ersetzt Prototyp

    Neben der Hardware-Technologien, die in einem einheitlichen System kombiniert werden, muss auch eine einheitliche und benutzerfreundlichen Automatisierungs-Software zur Verfügung stehen. Besonders wichtig ist auch die Simulation. „Ohne einen digitalen Zwilling werden wir es nicht schaffen, neue Produkte ohne Umrüstzeiten und Prototypen zu fertigen“, so Martino. Mit dem digitalen Zwilling kann vor der Produktion der komplette Prozess simuliert werden. So lassen sich eventuelle Probleme im Voraus erkennen und vermeiden. „Mit einer adaptiven Maschine können Hersteller von Konsumgütern schnell und wirtschaftlich auf sich ändernde Anforderungen eingehen“, erläutert Martino abschließend.

    B&R Industrie-Electronic GmbH, Bad Homburg

    Autor: Stefan Hensel

    Unternehmensredakteur,

    B&R

    Die adaptive Maschine:   Lösungen von B&R

    Das Rückgrat der adaptiven Maschine von B&R bildet das Transportsystem Acopacstrak. Damit können Produkte auf Shuttles schnell und flexibel von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation transportiert werden. Die hochskalierbare, dezentrale Architektur des Transportsystems besteht aus Edelstahl-Tracksegmenten, die in beliebiger Kombination aus offenen und geschlossenen Kreisläufen auf eine Länge von über 100 m angeordnet werden können. Hochgeschwindigkeitsweichen leiten die Shuttles bei voller Produktionsgeschwindigkeit von einem Trackkreislauf zum nächsten und erleichtern so Aufteilung und Zusammenführung von Produktströmen. Das Vision-System aus Kameras, intelligenten Bilderverarbeitungsalgorithmen und Beleuchtung
    erkennt Form, Orientierung und Größe des Produktes. Ein Roboter nimmt das Produkt daraufhin auf und platziert es mit der gewünschten Ausrichtung auf einem Shuttle des Tracksystems. Die Integration des Roboters in die Maschine erspart einen separaten Schaltschrank sowie Steuerung und Achscontroller. Mit dem digitalen Zwilling lässt sich die Leistungsfähigkeit des Systems bereits in der Konzeptphase abschätzen und einfach optimieren.

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.