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    Technik

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    Durch das Scannen eines digitalen Typenschilds auf Trennverstärkern und Messumformern von Phoenix Contact, werden alle Informationen bereitgestellt.
    Veröffentlicht
    11. November 2025
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Wo lässt sich bei der Planung, Installation, im laufenden Betrieb oder bei Änderungen und Audits die richtige und aktuelle Dokumentation für ein bestimmtes Gerät finden? Durch das Scannen eines auf der Hardware als QR-Code aufgebrachten digitalen Typenschilds werden alle relevanten Informationen schnell und einfach bereitgestellt.

    Das digitale Typenschild ist eng mit der Industrial Digital Twin Association (IDTA) verbunden. Phoenix Contact ist eines der Gründungsmitglieder des eingetragenen Vereins. Die IDTA hat das Ziel, die Asset Administration Shell (AAS) – auch als Verwaltungsschale bekannt – weltweit als Umsetzung des digitalen Zwillings zu etablieren. Mit der internationalen Standardisierung der AAS in der IEC 63278 wurde bereits begonnen.

    Darüber hinaus unterstützt Phoenix Contact die Aktivitäten zur Norm IEC 61406, die sich mit dem digitalen Typenschild beschäftigt, das Informationen schnell und überall in digitaler Form zur Verfügung stellt. Wie genau sich das realisieren lässt, zeigt das Beispiel der Trennverstärker und Messumformer der Produktfamilien Mini Analog Pro und MACX Analog von Phoenix Contact.

    Stets auf dem aktuellen Stand

    Auf den Geräten der beiden Baureihen befindet sich ein QR-Code. Scannt der Anwender den Code mit seinem Smart Device, werden ihm sämtliche benötigten Informationen zum jeweiligen Trennverstärker oder Messumformer sofort angezeigt. Da die Geräte meist eine Lebensdauer von über 20 Jahren haben, ändern sich bestimmte Daten im Lauf der Zeit. So werden beispielsweise Zulassungen aktualisiert oder neu hinzugefügt sowie technische Eigenschaften verbessert. Mithilfe des digitalen Typenschilds erhält der Benutzer Zugriff auf alle wichtigen Dokumente, die für die Revision des Geräts gelten. Dazu gehören das Datenblatt, die Packungsbeilage, technische Zeichnungen, die Seriennummer des Produkts sowie der gültige Stand von dessen Hardware- und gegebenenfalls Firmware-Revision. Der Anwender muss also nicht mehr in Schränken, auf den Laufwerken seines Computers oder auf der Homepage des Herstellers nach den erforderlichen Unterlagen fahnden. Aufgrund des deutlich reduzierten Suchaufwands lassen sich Zeit, Geld und Ressourcen einsparen. Zudem wird der Rohstoffverbrauch gesenkt und die Umwelt geschont, weil die Dokumentation nicht mehr ausgedruckt werden muss.

    Auch Zusatzinformationen wie Anwenderhandbücher oder Gerätezeichnungen sind im digitalen Zwilling hinterlegt. Insbesondere für Schaltschrankbauer erweist sich dies als wichtig, denn die benötigten Daten sind immer an dem Ort verfügbar, an dem sich das entsprechende Gerät gerade befindet. In Zukunft wird das digitale Typenschild weitere Informationen, z. B. Zulassungen für den Explosionsschutz, bereitstellen. Ziel ist, sämtliche Dokumente und Informationen zum Gerät dort zu deponieren.

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    Digitaler Produktpass wird Pflicht

    Zukünftig wird der digitale Produktpass gesetzlich verpflichtend sein. Daher zeigt sich das digitale Typenschild als wertvolle Unterstützung, das bereits verschiedene Inhalte umfasst, die dort zum Tragen kommen. Ein Anwendungsbeispiel visualisiert, wie Anwender den QR-Code zur Erlangung von Produktinformationen nutzen können. Wie beschrieben, ist er auf dem Gerät lokalisiert und muss lediglich mit einem Smart Device eingescannt werden. Danach erfolgt eine Verlinkung zum digitalen Zwilling des Temperaturmessumformers. Dieser beinhaltet je einen Link zur Asset ID und Asset Administration Shell ID. Der Unterschied zwischen beiden IDs liegt in ihrer Funktion und dem Objekt, das sie identifizieren.

    Die Asset ID wird verwendet, um das reale Objekt – beispielsweise eine Maschine, einen Sensor oder ein Softwaremodul – eindeutig zu kennzeichnen. Dazu dient eine Seriennummer, eine UUID oder ein URN. Die Asset Administration Shell ID dient der Identifizierung der AAS, die das Asset beschreibt. Sie enthält strukturierte Informationen über das Asset wie den Herstellernamen, die Produktbezeichnung, Artikelnummer, Hardwareversion, das Herstellungsdatum sowie die Seriennummer und das Herkunftsland. Die Asset Administration Shell ID ist zur unmissverständlichen Adressierung der digitalen Repräsentation notwendig – zum Beispiel in einem Netzwerk, das aus Industrie-4.0-Komponenten besteht. Die AAS umfasst also die Asset ID als Referenz auf das reale Objekt, während die Asset Administration Shell ID zur Identifizierung der Verwaltungsschale selbst fungiert. Auf diese Weise ergibt sich eine klare Trennung zwischen dem Objekt und seiner digitalen Beschreibung.

    Informationen zum CO2-Fußabdruck

    Im digitalen Zwilling stehen Dokumente wie Datenblätter, Packungsbeilagen, Zeichnungen, Pläne, Bescheinigungen oder Zertifikate zum Gerät zur Verfügung. Der Anwender kann sich die Informationen in verschiedenen Sprachen als pdf herunterladen oder am Bildschirm anzeigen lassen (Bild 6). Der digitale Zwilling beinhaltet außerdem Links auf die Homepage von Phoenix Contact – und zwar zur AAS, dem digitale Typenschild, der Dokumentation sowie den technischen Daten (Bild 7). Darüber hinaus stehen Informationen zum CO2-Fußabdruck bereit. Für das Produkt Mini MCR-2-UI-UI-PT ist das gemäß den Berechnungsmethoden aus der ISO 14040 und ISO 14044 ein Wert von 8,202 kg. Dem Anwender liegen somit alle Informationen zum Gerät vor.

    Steuerung von Zugriffsrechten

    Das digitale Typenschild steht noch am Anfang seiner Entwicklung und wird fortlaufend erweitert sowie optimiert. Phoenix Contact unterstützt dies in den zuständigen Organisationen. Der ZVEI hat beispielsweise einen einheitlichen Standard für das digitale Typenschild erarbeitet. Von der Industrial Digital Twin Association (IDTA) wurden vor Kurzem neue AAS Specifications veröffentlicht. Dabei handelt es sich um den sogenannten „Part 4: Security“, der die Implementierung eines umfassenden, standardisierten Access Control Model für die Verwaltungsschale (AAS) ermöglicht. So können die Zugriffsrechte auf die gesamten Inhalte der AAS gesteuert werden. Zum Beispiel lassen sich bestimmte sensible Daten lediglich für ausgewählte Anwender freigeben. Im Zuge der steigenden Anforderungen aus dem Lieferkettengesetz, den RoHS-Richtlinien, REACH oder dem Product Carbon Footprint (PCF) erweist sich das digitale Typenschild in Verbindung mit dem digitalen Produktpass als deutliche Hilfestellung, um Zeit, Geld und Ressourcen einzusparen.

    Phoenix Contact GmbH, Blomberg

    Halle 9, Stand 310

    Autor: Ingo Geeroms

    Produktmanager Interface Signal Conditioning, Industry Management and Automation,

    Phoenix Contact

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