Mit allem, was wir unseren Verbrauchern anbieten, wollen wir sie nicht nur zufrieden stellen, wir wollen sie begeistern – dieses Motto von Coca-Cola gilt uneingeschränkt auch für den Hamburger Abfüllbetrieb Nord-Ostsee-Getränkeproduktion Coca-Cola GmbH & Co. KG. (Abb. 1), mit einem Jahresausstoß von 3 Mio. Kästen Mehrwegflaschen Glas und rund 700 000 Edelstahlbehältern, die ausschließlich in der Gastronomie Verwendung finden. Um diese Anforderung unter Einhaltung der Hygienerichtlinien zu erfüllen, wurde die Abfüllanlage mit einem speziell abgestimmten Filtrationskonzept ausgestattet. Coca-Cola Hamburg setzt die Produkte des Filterherstellers unter anderem für die Prozessfiltration von Flüssigkeiten wie Blankfiltration von Zuckerlösung, Filtration von BonAqa und Lift-Apfelsaftschorle, als Polisher für aufbereitetes Wasser, Sterilfiltration von Konzentrat und Sterilfiltration von Wasser zur Hochdruckeinspritzung am Flaschenfüller ein. Ein weiterer Einsatzbereich ist die Aufbereitung von Druckluft. Das Aufbereitungskonzept wurde bereits im Vorfeld der Installation so ausgelegt, dass es sich mit relativ wenig Aufwand an veränderte Anforderungen anpassen lässt.
Der kristallin angelieferte Zucker für die Herstellung von Produkten der Coca-Cola GmbH wird im Werk mit aufbereitetem Wasser zu einer Zuckerlösung verarbeitet. Die Filtrationsaufgabe liegt hier in der Abscheidung von potentiellen Fremdpartikeln, die im Naturprodukt Zucker enthalten sein können (Abb. 2). Bei der Auslegung der Filterfläche ist der Einfluss der Temperatur auf die Viskosität des zu filtrierenden Mediums zu beachten. Ursprünglich war von dem Anlagenbauer eine Filtrationstemperatur von 30 °C vorgesehen. Bei dieser Temperatur hat die Zucker-lösung (60° Brix) eine dynamische Viskosität von 35 mPas. Je höher die Viskosität, desto größer ist auch die benötigte Filterfläche. Aus diesem Grund wurde die Filtrationstemperatur auf 80 °C erhöht. Die Viskosität beträgt dann nur noch 5 mPas. Für die Filtration ist somit ein sechsplätziges Gehäuse vom Typ PF-EG, bestückt mit P-PP-Polypropylen-Filterkerzen mit einer Abscheideleistung von 30 µm, ausreichend. Durch diese Maßnahme ließen sich sowohl Investitions- als auch Betriebskosten reduzieren.
Eine große Herausforderung stellt die Produktion von BonAqa und Kinley Tafelwasser dar (Abb. 3). Bei diesen Produkten müssen theoretisch denkbare Keimbelastungen ausgeschlossen werden. Dazu wird die Sterilfilterkerze P-PF-PA (0,2 µm) mit vorgeschaltetem Partikelfilter P-PP 100 (2,4 µm) eingesetzt. Die Lift-Apfelsaftschorle wird ebenfalls filtriert, wobei die gleiche Filterlinie genutzt wird, über die auch die Tafelwasser laufen. Hier besteht die Filtrationsaufgabe darin, feinste Schwebepartikel und ungelöste Bestandteile aus dem Konzentrat abzuscheiden. Vor Beginn der Filtration von Lift-Apfelsaftschorle werden daher die Vorfilter (P-PP 100 mit 2,4 µm) gewechselt und die Sterilfilterkerzen gegen Partikelfilterkerzen P-PP 100 mit einer Rückhalterate von 1,2 µm ausgetauscht.




