Für den Einsatz rotierender Querstromfilteranlagen sprechen im Vergleich mit nicht dynamischen Querstromsystemen fünf wesentliche Gründe:
- spezifische Energieeinsparungen von über 80 % sind realisierbar
- Suspensionen lassen sich auf einer Anlage und in einem Arbeitsgang auf hohe Werte konzentrieren, was die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses erhöht
- hohe spezifische Durchflussraten durch effektive Selbstreinigung während des Filtrationsprozesses sorgen für verkürzte Amortisationszeiten
- alle Membranen und Filterscheiben sind sichtbar und gut zugänglich
- lange Standzeiten, da der Transmemb-randruck (TMD) unabhängig ist von der Überströmung und mit niedrigen Drücken gearbeitet werden kann
Da bei rotierenden Querstromfilteranlagen die gesamte Überströmung der Filter durch Rotation erzeugt wird, muss lediglich der Filtratabfluss kompensiert, also in den Filt-rationsbehälter nachgepumpt werden. In konventionellen Rohrmodulen dagegen muss der Feedstrom laufend umgepumpt werden, um eine Überströmung der Module zu erreichen. Abhängig von den Längen und Durchmessern dieser Module, sind Druckdifferenzen von 1 bar und höher zwischen Zu- und Abfluss nicht unüblich. Je höher die Feststoffkonzentration oder Viskosität, desto effizienter arbeiten rotierende Systeme, weil der hochkonzentrierte Feed nicht umgepumpt werden muss.
Bei der dynamischen Querstromfiltration unterscheidet man zwischen mehrwelligen und einwelligen Systemen. Bei den mehrwelligen Systeme rotieren mehrere Filterpakete, die in einem Druckbehälter untergebracht sind. Die Filterpakete können entweder überlappend – gegenläufig oder gleichläufig rotierend – oder unabhängig von einander – konzentrisch auf einem Drehteller – angeordnet sein. Die einwellige Bauweise zeichnet sich dadurch aus, dass nur ein Filterpaket um die eigene Achse rotiert. Novoflow hat sich auf drei kompakte, sehr einfach aufgebaute, einwellige Systeme spezialisiert: das Single Shaft Disk Filtersystem (SSDF) für größere Anwendungen von 1 bis 500 m2 Filterfläche, das Compact Rotating Disk Filtersystem (CRDF) für dezentrale, mobile Anwendungen mit Filterflächen zwischen 0,5 und 5 m2 und das Pumpe-Düse-Filtersystem (PDF), das ganz ohne rotierende Teile auskommt und daher nur statisch abgedichtet werden muss. Bei diesem System wird die Feed-Flüssigkeit über Düsen, die in speziellen Distanzstücken zwischen den Filterscheiben angebracht sind, zugeführt und in Rotation versetzt. Alle Anlagen werden mit niedrigen Drücken betrieben. Dadurch werden die Membranporen entlastet und stabile und gleichmäßige Filtrationsleistungen erreicht. Dabei liegt der Druck an jeder Stelle der Membran gleichmäßig an, was wiederum die Abreinigung der Fil- teroberflächen erleichtert und so eine längere Laufzeit bis zum nächsten Reinigungszyklus sicherstellt.




