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    Technik

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    Das Schweizer Unternehmen Frisco-Findus produziert rund zweihundert verschiedene Tiefkühlprodukte und ebenso viele Eiscremesorten. Von den
    Veröffentlicht
    01. Juni 2001
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Ab Februar ist im Frisco-Findus-Werk im Schweizer Rorschach bereits der Hochsommer ausgebrochen. Fast rund um die Uhr werden die Eiscremespezialitäten für den bevorstehenden Sommer produziert. Nur so kann Frisco-Findus den hohen Sommerbedarf zuverlässig abdecken.

    Als vor zwei Jahren das Betriebssystem ersetzt werden sollte, erhielt das Ingenieurunternehmen Induma Automation AG den Auftrag, eine Systemumstellung mit nur dreiwöchiger Betriebsunterbrechung vorzubereiten. Neben den hygienischen und qualitativen Zielgrößen standen auch die flexible und wirtschaftliche Rezeptoptimierung sowie die Rohstoff-Rückverfolgbarkeit im Vordergrund.

    Die Eiscremeanlage wird heute von vier Allen-Bradley-Rechnern der PLC5-Serie gesteuert und überwacht. Das zentrale Leitsystem ist mit einem IBM-Server ausgerüstet, der über das Netzwerk Ethernet TCP/IP mit den IBM-Clients verbunden ist. Die Leitsystemebene (Client/Server) kommuniziert mit der SPS-Ebene über den Bus DH+. Alle Produktionsdaten zu Komponenten, Artikeln, Rezepturen, Batches usw. werden in der Oracle-Datenbank auf dem Server-PC verwaltet und bei Bedarf über den jeweiligen Client-PC an die entsprechende Prozesssteuerung übertragen. Eingebunden in diese Datenkommunikation sind die einzelnen Produktionsschritte Mischen, Hitzebehandlung, Reifen, Aromatisieren sowie Abfüllen und Gefrieren. Gemäß Rezeptanweisung werden die Grundmischungen in große, auf Wägesensoren ruhende Tanks gepumpt. Dann folgt die Zugabe der Aromen und Lebensmittelfarben.

    Der Wägeplatz in der Aromatisierung besteht aus einer Boden- und einer Tischwaage sowie je einem Jaguar-Wägeterminal. Letzteres ist in IP 65 ausgeführt und lässt sich mit seiner offenen Systemarchitektur besonders effizient in Netzwerke einbinden. Hier kommt sein Feldbus-Anschluss Allen-BradleyTM RIO voll zum Tragen.

    Transparenz für den Anwender schafft die leistungsfähige Shared-Memory-Datenaustauschtechnik des Industrieterminals Jaguar. Dadurch hat der Systemverantwortliche ständig einen detaillierten Überblick über alle Wägevorgänge und den Zustand sämtlicher angeschlossener Waagen.

    Die Arbeitsabläufe für den Produktionsmitarbeiter sind einfach: Je nach Rezeptanweisung auf dem Bildschirm führt er die Einwaage kleiner Aromamengen oder Farb-anteile auf der feiner oder gröber auflösenden Waage durch. Die Waagen sind in Chromnickelstahl und in Schutzart IP 65 ausgeführt. Sie erfüllen die branchenüblichen, hohen Anforderungen hinsichtlich Reinigungsfreundlichkeit und Hygiene.

    Ist das aromatisierte und gefärbte Eis verpackt, schließt sich auf jeder der sechs Produktionsstraßen die Füllmengenkontrolle an. Diese erfolgt auf zwei Wegen: Kontrollwägeautomaten von Garvens, einer Mettler-Toledo-Gesellschaft, erfassen die Füllmenge jeder einzelnen Großpackung. Die Kontrollwägeautomaten sind mitten im Förderband platziert. Auf anderen Linien werden Stichproben genommen und an separaten Wägeplätzen geprüft. Bei beiden Methoden geht es um die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Füllmenge. Am PC im Qualitätssicherungslabor werden alle Messergebnisse mit der Software FreeWeigh, die ebenfalls von Mettler Toledo angeboten wird, zentral erfasst, statistisch ausgewertet und als Produktionsdatenbelege gespeichert.

    E dei 234

    www.mt.com

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