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    Alternative zu Dosen, Gläsern und Flaschen
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    Technik

    Alternative zu Dosen, Gläsern und Flaschen

    Lebensmittelverpackungen müssen flexibel im Einsatz und bequem in der Handhabung sein und darüber hinaus ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
    Veröffentlicht
    20. März 2007
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Standbodenbeutel eignen sich als Verpackung für das gesamte Spektrum der Lebensmittelindustrie: Von Suppen, Saucen oder Gemüse über Fruchtpürees bis hin zu Joghurt oder probiotischen Drinks lässt sich (fast) jedes Produkt in Beutel füllen. Für die Abfüller ist entscheidend, ob das Produkt flüssig, pastös oder stückig ist, denn diese Produkteigenschaften bestimmen die Art des verwendeten Beutels und die Abfülltechnologie.

    „Das Angebot von Pouch Systems umfasst maßgeschneiderte Maschinen zur Herstellung, Befüllung und Verpackung von hochwertigen Standbodenbeuteln. Umverpackung und Palettierung komplettieren das Programm“, fasst Dr. Thorsten Gebauer, Managing Director bei Indag Pouch Systems, das Portfolio zusammen. „Unsere Kunden profitieren vom Prinzip, dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist. Denn mit unseren Komplettlösungen vermeiden wir Probleme an den Schnittstellen zwischen Verpackungsmittellieferanten und Maschinenhersteller.“

    Seit mehr als 35 Jahren fertigen die Verpackungsexperten von Indag die Hochleistungsanlagen für Capri-Sonne in ihrem unverwechselbaren Standbodenbeutel. Über den 2005 gegründeten Geschäftsbereich Pouch Systems vermarktet das Unternehmen die Technologie rund um den Beutel jetzt auch für Produkte der Lebensmittelindustrie. Ein jährlicher Output von über 6 Mrd. Standbodenbeuteln – das entspricht der Hälfte aller weltweit produzierten Beutel – ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit von Pouch Systems. Die Technik ist so ausgereift, dass sich mit den maßgeschneiderten Maschinen zwischen 100 und 500 Beutel pro Minute befüllen lassen.

    Die Beutelfolie besteht aus den Komponenten Kunststoff und Aluminium, deren Zusammensetzung entsprechend der jeweiligen Produktanforderungen erfolgt. Die dünne Aluminiumschicht in der Mitte schützt den empfindlichen Inhalt vor Sauerstoff und Lichtzutritt. Der Kunststoff sorgt für die notwendige Stabilität und hygienische Sicherheit, die eine Lebensmittelverpackung benötigt. Außen hat der Beutel eine kratz- und reißfeste Polyesterschicht, innen verhindert beispielsweise eine Polyethylenschicht den Kontakt zwischen Produkt und Aluminium. Ein weltweites Netzwerk von Folienlieferanten versorgt Pouch Systems mit dem Verpackungsmaterial. Eigens entwickelte Hochleistungsanlagen für die Beutelherstellung liefern hochwertige Ergebnisse. Dennoch durchlaufen die gefertigten Beutel zusätzlich eine strenge Qualitätskontrolle.

    Pouch Systems bietet die Beuteltypen Retort Pouch und Spouted Pouch an. Der Retort Pouch stellt eine attraktive Alternative zu traditionellen Konservengebinden wie Dose und Glas dar. Er ist die optimale Lösung für Lebensmittel, die sterilisiert werden müssen. Hier werden flüssige, pastöse und wahlweise auch stückige Komponenten in den Beutel dosiert und für den Sterilisationsprozess vorbereitet. Die Verpackung kann so ausgeführt werden, dass ein einfacher Aufriss möglich ist. Als Anwendung kommen zum Beispiel Gemüse, Früchte, Suppen, Saucen und Fertiggerichte in Frage.

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    Der Spouted Pouch zeichnet sich durch einen Drehverschluss aus. Das vor Verunreinigung geschützte Mundstück ermöglicht ein komfortables Öffnen des Beutels. Besonders bis zu einem Fassungsvermögen von 0,5 l bietet der Spouted Pouch eine attraktive und wirtschaftliche Alternative zu Flaschen, Dosen und Kartongebinden. Der Beutel eignet sich für Anwendungen, bei denen dosiert und wieder verschlossen werden soll. Der Verbraucher kann diese Beutelgröße durch eine kompakte Form optimal greifen. Durch das Drücken des Beutels lässt sich der Inhalt sauber dosieren und bis auf den letzten Rest entleeren. Mit 0,1 bis 0,15 l Inhalt ist der Spouted Pouch das ideale Gebinde für kleine Zwischenmahlzeiten. Ob Molkereiprodukte mit gesundem Zusatznutzen oder Fruchtpürees als kleine Obstportion – der Beutel ist einfach und sicher in der Handhabung.

    Die beiden Beuteltypen können heiß, kaltaseptisch oder kalt mit anschließender Sterilisation abgefüllt werden – abhängig von den Produkteigenschaften und der zu erzielenden Haltbarkeit. So eignet sich die Heißbefüllung für verschiedene flüssige Produkte mit einem pH-Wert <4. Die kaltaseptische Abfüllung bietet sich an, wenn hitzeempfindliche Produkte steril in die Verpackung gefüllt werden müssen.

    Der Retort Prozess – darunter versteht man die Kaltabfüllung mit anschließender Sterilisation – gilt als eine besonders sichere Methode, Produkte haltbar zu machen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Produkt eine Erhitzung auf über 121 °C schadlos übersteht. Die bei diesem Prozess eingesetzten Sterilisationsöfen (Autoklaven) können manuell, semi-automatisch oder vollautomatisch beladen werden, ihr Betrieb erfolgt kontinuierlich oder stapelweise. Pouch Systems entwickelt die Maschinen, mit denen die komplette Handhabung der Beutelbefüllung, die Beladung der Autoklaven und der nachgelagerte Prozess abgewickelt werden können.

    Die von Pouch Systems hergestellten Abfüllmaschinen arbeiten ausschließlich mit vorgefertigten Beuteln. „Mit Rollenmaschinen, bei denen Beutelherstellung und Abfüllung auf einer Linie erfolgen, könnte man nie die Effizienz erreichen, die wir unseren Kunden heute bieten können“, erklärt Gebauer. „Sind Herstellung und Abfüllung voneinander abgekoppelt, lassen sich größere Geschwindigkeiten auf beiden Anlagen erreichen.“ Die Leistung der Pouch-Systems-Anlagen liegt im mittleren bis hohen Bereich. Für einen Hochleistungs-Heißfüller liegt sie bei 500 Beuteln pro Minute. Ein weiterer Pluspunkt der Abfüllmaschinen ist das Multistage-Dosierprinzip. Letzteres ermöglicht eine Dosierung in mehreren Stufen. Auf diese Weise können feste und flüssige Produkte nacheinander eingefüllt werden.

    Der nachgelagerte Verpackungsprozess kann je nach Leistung manuell, semi- oder vollautomatisch ausgeführt werden. Das Spektrum von Pouch Systems reicht hier vom Handpacktisch bis zur Multipacklinie. Die Kartongröße der Umverpackung und die Stückzahl der Beutel pro Karton sind variabel. Pouch Systems entwickelt auch eigene Maschinen zur Kartonaufrichtung, -befüllung und -verschließung. Eine integrierte Palettierung rundet die Komplettlösung ab. Hier kann sich der Anwender zwischen dem Wrap-around- und dem Shrink-Verfahren zur Palettierung entscheiden.

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    Weitere Informationen zu Pouch Systems

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