dei: Frau Meissner, wie weit ist der Prozess des internen Zusammenwachsens denn schon vorangeschritten, drei Jahre nach Gründung von Beneo?
Meissner: Die Zusammenführung von drei Unternehmenseinheiten ist natürlich ein langwieriger Prozess, der auch nach drei Jahren nicht vollständig abgeschlossen sein kann – immerhin haben wir inzwischen etwa 900 Mitarbeiter. Aber die neuen internen Strukturen sind geschaffen und wir beginnen, diese auch wirklich zu leben. Man lernt in solch einem Prozess ständig dazu, und nicht alles, was sich verständlich und logisch anhört, ist am Ende auch einfach umzusetzen.
dei: Wo lagen die Probleme?
Meissner: Obwohl wir alle Europäer sind – Beneo-Palatinit mit Firmensitz in Mannheim und Beneo-Orafti sowie Beneo-Remy mit Sitz in Belgien – gibt es dennoch kulturelle Unterschiede und damit Herausforderungen, an die man im ersten Moment gar nicht gedacht hat. Aber wir sind von unseren gemeinsamen Zielen überzeugt und das ist das Entscheidende.
dei: Welche Auswirkungen haben die neuen Strukturen bei Beneo?
Meissner: Wir möchten die Lebensmittelhersteller dabei unterstützen, den weltweit wachsenden Gesundheitsproblemen mit ausgewogenen und gesunden Produkten zu begegnen. Nicht nur mit den geeigneten Inhaltsstoffen, sondern insbesondere mit dem umfassenden Fachwissen unserer Experten – sei es zu ernährungsphysiologischen Fragen oder zu regulatorischen Themen. Hierbei helfen uns unsere neuen Strukturen enorm.
dei: Wie profitieren Kunden konkret von den internen Veränderungen?
Meissner: Der größte Vorteil ist sicherlich, dass unsere Kunden durch den Zusammenschluss jetzt noch besseren Zugang zu unserem Netzwerk und damit zur gesamten Expertise von Beneo haben. Und das geht weit über unser vielfältiges Angebot an Inhaltsstoffen hinaus. Wenn wir uns beispielsweise die Entwicklung der vergangenen Jahre im Bereich der gesetzlichen Rahmenbedingungen anschauen, dann können wir eine immense Zunahme der Verordnungen und Regulierungen beobachten. Das ist für Innovationen auf dem Markt der funktionellen Produkte nicht unbedingt förderlich und man braucht zum Teil einen sehr langen Atem. Daher war es uns wichtig, unser Fachwissen auf diesem Gebiet zu bündeln und weiter auszubauen, um unsere Kunden in den aktuell kritischsten Fragen der Lebensmittelbranche noch besser zu unterstützen.




