Die Baureihe Redastrum von GEA kombiniert das Potenzial von Wärmepumpentechnik mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak. Das Ergebnis? Industrielle Wärmepumpen, die umweltfreundlich sind und effizient arbeiten.
Was in Fernwärmenetzen und im Hausbau seit vielen Jahren als gängige und beliebte Alternative zu fossilen Heizträgern existiert, wird im Zuge strengerer Richtlinien hinsichtlich Energieverbrauch und Umweltverträglichkeit zunehmend auch in der Industrie genutzt. Und das völlig mit Recht: Da Industrieanlagen in vielen Fällen sowohl über Wärmequellen aus Abwärme als auch über Wärmeabnehmer verfügen, sind Wärmepumpen in zahlreichen industriellen Prozessen einsetzbar.
Wärmepumpen und die Lebensmittelindustrie waren in der Vergangenheit nur wenig verzahnt. Diese Situation ändert sich jedoch seit einigen Jahren. Zum einen hat sich die Technologie weiterentwickelt und zum anderen erkennen Anwender zunehmend die finanziellen und ökologischen Vorteile, die ein Einsatz von Wärmepumpen in Produktionsprozessen bietet.
Insbesondere der in vielen lebensmitteltechnischen Anwendungen typischerweise parallel auftretende Heizungs- und Kühlungsbedarf macht die Technik interessant – ob beim Schlachten, Schneiden, Trocknen, Braten, Kühlen und Portionieren oder Verpacken. Mit dem Einsatz von Wärmepumpen können Lebensmittel kostengünstiger und nachhaltiger produziert werden.
Wärmepumpen senken Kosten
Traditionell wird in der Lebensmittelindustrie die für die Verarbeitung erforderliche Wärme über einen Dampferzeuger bereitgestellt. Dieser Vorgang erfolgt in der Regel unabhängig von der Kältebereitstellung und kann zu einem unnötig hohen spezifischen Energieverbrauch führen. Durch die Verknüpfung beider Kreisläufe – Heizen und Kühlen – lassen sich hingegen erhebliche Einsparpotenziale mittels der aus einem Kühlprozess herbeigeführten Abwärme nutzen. Um die Abwärme auf ein höheres Temperaturniveau zu heben, kommt die Wärmepumpe zum Einsatz.
Mit der Ammoniak-Wärmepumpe von GEA kann die Temperatur der Abwärme je nach Konstruktionsdruck auf bis zu 85 °C Wassertemperatur erhöht werden, sodass sie in der Lebensmittelverarbeitung sehr gut nutzbar wird. Die Verwertung der Abwärme auf höherem Temperaturniveau kann eine dampfbasierte Wärmebereitstellung zum Teil und in machen Fällen sogar vollständig ersetzen. Ammoniak ist als Arbeitsstoff zudem universell verfügbar, kostengünstig und umweltschonend mit einem Global Warming Potential (GWP) von Null. Hinzu kommt die hohe volumetrische Leistung des Kältemittels. Insofern reduzieren Ammoniakbasierte Wärmepumpen den Energieverbrauch in der Lebensmittelherstellung deutlich.
Ammoniak-Wärmepumpen wurden bereits in zahlreichen Lebensmittelkonzernen installiert. Sie helfen den Unternehmen vom ersten Tag ihrer Nutzung an, Betriebskosten zu sparen, CO2-Emissionen zu senken sowie gesteckte Umweltziele zu erreichen. So verbrauchte beispielsweise die Dampferzeugung und Kältebereitstellung einer Kundenanlage jährlich insgesamt 15,3 Mio. kWh, das einer Freisetzung von 4739 t CO2 in die Atmosphäre entspricht. Zum Vergleich: Nach der Installation einer Wärmepumpe von GEA vom Typ Redastrum, die gleichzeitig auch Kaltwasser für Rückkühlprozesse bereitstellt, lag der kombinierte Verbrauch bei nur 4,8 Mio. kWh und damit bei 1978 t CO2.




