Gunnar Jäckel, Peter Lester, Andreas Flies, Anders Staff Hansen
Wenn Lebensmittel wie Würste und Schinken, Braten und Geflügel, Obst und Gemüse oder Molkereiprodukte in Därmen oder Folien abgefüllt und verschlossen werden sollen, dann kommen meist Clipautomaten zum Einsatz. Tipper Tie Technopack produziert Clipmaschinen und Clipverschlüsse die unterschiedlichsten Lösgrößen. Der vollautomatische Doppelclipper DC SV 5000 führt dabei vollautomatische Rüstvorgänge durch und verfügt mit der Touchscreen-Displaytechnologie über eine einfach konfigurierbare Parametrierung bei Produktwechsel.
Der Clipautomat wird über ein Füllrohr an eine Füllmaschine angeschlossen, der das Produkt mit geregeltem Druck in die Clipmaschine pumpt. Am Ende des Füllrohrs der Clipmaschine erfolgt die Befüllung des Produkts unter geregeltem Druck und einstellbarer Darmbremse (mittels Gummiring), die das ungebremste Abstreifen des vor Befüllung gerafften Darms bzw. der Folie durch individuell einstellbare Friktion verhindert. Die Befüllmenge pro Verpackungseinheit ist in Volumen und Länge definierbar und wird von der Doppelclipmaschine automatisch geregelt. Beim Clipen wird jeweils das Ende des bereits befüllten Produkts sowie der Anfang der neuen Befüllung geschlossen. Je nach Füllgut und Füllbehältnis variiert die Steuerung des Schließens der Clips. Vor dem Verschliessen wird der Darm bzw. die Folie über zwei Scheren zusammengezogen. Die elektrische Raffereinstellung und Hubbegrenzung regelt dabei die Locker- bzw. Festbefüllung der Faser-, Collagen- oder Kunststoffdärme. Getrennt werden die Einheiten durch ein im Zyklus einstellbares Messer. So sind auch zusammenhängende Produktverbünde verarbeitbar. Ein integriertes Etikettiersystem rundet den Funktionsumfang des DC SV 5000 Automaten ab.
Um den Ausstoß des Doppelclipautomaten zu optimieren, nimmt das von 1000 bis 1500 mm teleskopierbare Förderband eine wichtige Stellung ein. Es muss schnellstmöglich zwischen drei Betriebszuständen wechseln können: Das Band läuft bei der Befüllung sehr langsam und synchron. Beim Clipen muss das Band stehen. Nach dem Clip- und Trennvorgang wird das Förderband aus dem Stand heraus schnellstmöglich beschleunigt, um das Produkt auszuschießen und damit der neue Befüllvorgang unmittelbar starten kann.
Aus diesem Grunde stand bei der Konstruktion dieses integralen Maschinenbestandteils ausschließlich der Einsatz von Servomotoren zur Disposition. Und da das Unternehmen auch besonderen Wert auf sowohl ergonomische wie hygienische Konstruktionen legt, sollte der Servomotor idealer Weise komplett in der Konstruktion verschwinden und darf dort möglichst auch keine schwer zugängigen Toträume entstehen lassen. Die totraumfreine Konstruktion ist wichtig, da der Gurt und die Anlage mindestens bei jedem Produktwechsel oder nach einem Produktionszyklus gereinigt werden muss. Gunnar Jäckel, Konstukteur bei Tipper Tie Technopack: „Es ist aus Hygiene- und Effizienzgründen ein großer Unterschied, ob man lediglich ein rundes Trommelmotorrohr oder aber zig Komponenten wie Motor, Sekundärantrieb und passive Umlenkrolle reinigen muss.“




