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    Anlagenplanung übersichtlich gestalten
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    Technik

    Anlagenplanung übersichtlich gestalten

    Die Handhabung von Daten und Vorschriften im Anlagenbau erfordert eine strukturierte Arbeitsweise. Das Katalogsystem ICS verwaltet übersichtlich alle
    Veröffentlicht
    01. August 1999
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Mohrenz, Thomas Gottschalk

    Mit der Einführung des europäischen Binnenmarktes wurde es notwendig, sowohl technische Vorschriften zu überarbeiten, als auch Regeln für die Auftragsvergabe aufzustellen, die von den Beteiligten rechtlich geltend gemacht werden können. Hinzu kommt die Überwachung der SCC (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) und das Jahr-2000-Problem. Diese große Datenmenge zwingt die Anlagenplaner und Betreiber einem strukturierten Ansatz zu folgen. Im folgenden werden zwei für die Anlagenplanung wichtige Vorschriften vorgestellt, deren Erfassung und Archivierung sich mit dem Katalogsystem ICS (Industry Catalogue System) einfach bewältigen lassen.

    Die neue Druckgeräterichtlinie DGRL 97/23/EG soll eine Harmonisierung der Vorschriften in Europa regeln. Mit dieser Richtlinie wird für den Markt der europäischen Gemeinschaft ein einheitliches Regelwerk für die Herstellung, Prüfung und das Inverkehrbringen von Druckgeräten geschaffen. Unter Druckgeräten versteht man Geräte und Baugruppen wie Behälter, Rohrleitungen und Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktionen, die einem Druck größer 0,5 bar ausgesetzt sind. Die Druckgeräterichtlinie tritt am 29. November 1999 in Kraft. Druckgeräte und deren Baugruppen müssen dann den sicherheitstechnischen Anforderungen der Richtlinie entsprechen. Hierzu muß sich der Hersteller einer Konformitätsbewertung unterziehen, das Druckgerät mit einer CE-Kennzeichnung versehen und eine Konformitätserklärung abgeben.

    Für Projekte und Ausschreibungen in der Wasser- und Energieversorgung mit einem Volumen von mehr als 800 000 DM ist eine öffentliche Ausschreibung zwingend erforderlich. Auch die Form der Vergabekriterien muß rechtzeitig bekannt gemacht werden, zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt des insgesamt wirtschaftlich günstigsten Preises. Bereits in der Ausschreibung endgültig zu definierende Vergabekriterien – auf der Basis technischer Spezifikationen – sind am Ende der Maßstab für die Auftragsvergabe. Hieraus resultiert, daß die Erstellung technischer Spezifikationen unter den Gesichtspunkten von Funktion und Leistung der Ausrüstung erfolgen muß.

    Um eine komplexe Anlage zu beschreiben, werden die einzelnen Bereiche in einer Baumstruktur abgebildet. Jedem Knoten lassen sich Individual- und Gruppeneigenschaften zuweisen. Dazu zählen Spezifikationen, Datenblätter, Betriebsparameter, Zeichnungen, Berechnungen, Montage- und Demontagevorschriften, Wartungsanleitungen, Inspektionsvorschriften und Statistiken. Zur Unterstützung dieser Aufgaben steht, neben den Modulen der Anlagenbausoftware RC-PLANT/RohrCAD, das elektronische Katalogsystem ICS (Industry Catalog System) zur Verfügung.

    Das Katalogsystem ICS erfüllt die Forderung seitens der Industrie, einen einheitlichen Katalogstandard nutzen zu können, und berücksichtigt die Belange der Hersteller, Planer und Betreiber. Alle drei Gruppen haben einen gemeinsamen Informationsbedarf. Die Einsatzbereiche von Bauteilen werden im wesentlichen durch den Hersteller vordefiniert. Der Planer verwendet die Bauteile, die seiner Vorstellung von Funktionsfähigkeit am nächsten kommen. Der Betreiber sieht die Betriebsfunktion und Erhaltung der Produktion im Vordergrund. In ICS sind alle technischen Daten, Spezifikationen und Abmessungen in Datenbanken und 2D/3D-Blöcken abgelegt, wodurch Konstrukteure in der Lage sind, Planungen schneller durchzuführen. Kaufmännische Daten und sonstige Dokumente wie Ausschreibungstexte und Zulassungen sind logisch mit den einzelnen Bauteilen verbunden und ständig abrufbar.

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