In der Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist der Platz meist begrenzt. Daher ist bei der Installation von Förderanlagen ein kompaktes Design gefragt. Der schwedische Maschinenbauer Fredriksons nutzt schlanke und zuverlässige Antriebstechnik mit integrierter Multi-Protokoll-Ethernet-Schnittstelle, um seine modernen Anlagen für die Verpackungsindustrie zu konstruieren.
Die Förderanlage im neuen Showroom von Fredriksons im schwedischen Vadstena erstreckt sich über mehrere Ebenen, mal kurvig dann wieder über längere Strecken. Alles läuft wie am Schnürchen, nur ein leises Rattern ist zu hören. Horizontale Förderbänder dieser Art werden im Produktionsprozess zum Beispiel nach dem Abfüllen von Milchprodukten in Kunststoffverpackungen eingesetzt. Die hochmodernen Kunststoffkettenförderer des Unternehmens kommen unter anderem bei einem der größten Verpackungshersteller der Welt zum Einsatz.
Wie bei diesem Modell gibt es auch für Förderanlagen in der Industrie oft nur ein begrenztes Platzangebot, daher muss der Anlagenbauer eine kluge Anordnung der Elemente wählen und bei allen verbauten Komponenten auf ein möglichst schlankes Design und eine effiziente Funktion achten. Bei dem Aufbau des Showrooms vor etwa zwei Jahren hat Fredriksons beschlossen, das gesamte Automatisierungskonzept zu überarbeiten und zu modernisieren. Nach sorgfältigem Abwägen, welche Antriebstechnik am besten passt, hat sich der Maschinenbauer für die Produkte von Nord Drivesystems entschieden, denn diese bieten für die Kunststoffkettenförderer verschiedene Vorteile.
Integrierte Ethernet-Schnittstelle
Einer der Hauptgründe von Fredriksons, sich für die Antriebstechnik von Nord zu entscheiden, war neben dem kompakten Design die integrierte Multi-Protokoll-Ethernet-Schnittstelle der Antriebe. Diese unterstützt die Anbindung an Steuerungen verschiedener Hersteller und die Kommunikation über unterschiedliche Protokolle – je nachdem, was der Endanwender für seine Produktion benötigt. Außerdem profitiert der Maschinenbauer von den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen der Antriebe und der Möglichkeit der Variantenreduktion, sowohl bei dezentralen Antrieben als auch im Schaltschrank. Ein weiterer wichtiger Faktor für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie ist, dass die Antriebslösungen von Nord auch für tiefe Temperaturen von bis zu -30 °C geeignet sind.
Kompaktes Design, einfacher Tausch
In Fredriksons Kunststoffkettenförderern kommen IE3-Asynchronmotoren von mit einem Nordbloc.-1-Kegelradgetriebe zum Einsatz, kombiniert mit einem aufgebauten Nordac-ON-Frequenzumrichter. Die dezentralen Frequenzumrichter aus der Nordac-ON/ON+-Familie zeichnen sich durch ihr kompaktes Design, ihre vollständige Steckbarkeit und besondere Zuverlässigkeit aus. Der Nordac ON wurde speziell für Anwendungen mit Asynchronmotoren entwickelt, der Nordac ON+ hingegen für die Kombination mit dem Synchronmotor IE5+. Die Frequenzumrichter decken einen Leistungsbereich von 0,37 bis 3,7 kW ab. Dank ihrer Plug-and-Play-Funktionalität lässt sich der Verkabelungs- und Wartungsaufwand in Maschinen und Anlagen erheblich reduzieren. Der Nordac ON erhält zukünftig neue Features im Bereich der funktionalen Sicherheit: Neben STO und SS1 wird er zukünftig auch mit SLS, SMS und SSM ausgestattet sein. Weitere Merkmale sind die PLC on Board für SPS-Funktionalität und antriebsnahe Funktionen sowie ein integriertes Ethernet-Interface. Die Protokolle Profinet, Ethernet/IP und Ethercat sind einfach per Parameter einstellbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass lokale Sensorik und Aktuatoren über digitale Ein- und Ausgänge direkt an den Antrieb angeschlossen werden können. Somit entfallen zusätzliche Knotenpunkte für den Bus.




