Die Transport- und Prozessbänder sowie Antriebsriemen von Siegling können in fast allen Branchen, darunter auch die Lebensmittelindustrie, eingesetzt werden. Der Fördertechnikspezialist aus Hannover ist international aktiv. Mit einem Weltmarktanteil von etwa 20% ist er Marktführer. Der konsolidierte Umsatz von Siegling betrug 2001 weltweit 234,7 Mio. Euro. In Deutschland erreichte man 2002 einen Umsatz von 65,2 Mio. Euro.
Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein enger Kontakt zu den Kunden sehr wichtig. Deshalb organisierte Siegling für deutsche Erstausrüster und Anwender eine Veranstaltung in Hannover. Das Treffen, das am 6. und 7 März stattfand, stand unter dem Motto „Abenteuer Bewegung”. Es begann mit einem Multimediavortrag von Bertrand Piccard, der mit seinem Heißluftballon die Welt umrundete. Am folgenden Tag standen neben Betriebsbesichtigungen und einer kleinen Hausmesse zwei Vorträge auf dem Programm: Dr. Christian Macht beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der an Transportbändern auftretenden Reibung. Dieser Parameter, der einen wesentlichen Einfluss auf den Energiebedarf und Verschleiß von Transportbändern hat, lässt sich durch den Einsatz geeigneter Werkstoffe für die Bänder und Bandtische sowie durch konstruktive Maßnahmen günstig beeinflussen. Einen Blick in die Zukunft wagte Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer in seinem Vortrag „Das intelligente Transportband”.
Der am Institut für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) tätige Referent betonte, dass sich aus der drahtlosen Kommunikationstechnik und der voranschreitenden Miniaturisierung der hierfür erforderlichen Komponenten auch neue Ansätze für die Entwicklung von Transportbändern ergeben. Beispielsweise ist es möglich, ultraflache, batterielose Transponder in ein Transportband einzubringen, die Daten speichern und wieder abgeben können. Darüber hinaus ist es denkbar, Transponder mit Sensoren zu koppeln, um mess-technische Aufgaben, zum Beispiel eine in das Transportband integrierte Temperaturmessung, zu realisieren. Die Transponder, auch als Smart Label oder elektronisches Etikett bezeichnet, bestehen im wesentlichen aus einem Silizium Chip, der mit einer Antenne verbunden ist. Die benötigte Energie wird durch am Band installierte Lesegeräte bereitgestellt, die ein Hochfrequenz-Wechselfeld abstrahlen. Auf diese Weise entstehen Transportbänder, die dem Anwender ganz neue Funktionen bieten: Das Spektrum reicht hier von der Speicherung produktspezifischer Daten über die Bandanlagensteuerung und -überwachung bis hin zur Qualitätskontrolle des zu fördernden Gutes.
Auf der Hausmesse stellte Siegling neben vielen anderen Exponaten auch seine HACCP-Transportbänder für die Lebensmittelindustrie vor, die auch auf der Anuga FoodTec zu sehen sein werden.




