Mit aseptischen Füllmaschinen lassen sich nicht nur Flüssigkeiten, sondern auch Lebensmittel mit pastöser oder stückiger Konsistenz abfüllen. SIG hat seine aseptische Fülltechnologie für Kartonverpackungen weiterentwickelt. Die Füllmaschine SIG Neo, das Herzstück der Technologie, zeichnet sich durch Flexibilität, hohe Sterilisierungsraten und einen niedrigen CO2-Fußabdruck aus.
Unter aseptischer Fülltechnologie versteht man die Abfüllung sterilisierter Produkte in sterilisierte Verpackungen unter sterilen Bedingungen. Dabei wird das Lebensmittel oder Getränk einer schnellen Wärmebehandlung unterzogen, wobei potenziell schädliche Bakterien abgetötet werden. Das auf diese Weise sterilisierte Produkt wird anschließend sofort auf eine für die Abfüllung geeignete Temperatur heruntergekühlt. Parallel dazu wird auch die Verpackung sterilisiert. Anschließend wird das sterile Produkt in die sterilisierte Kartonpackung gefüllt und der Karton im Ultraschallverfahren oberhalb der Füllhöhe verschlossen.
Mit der aktuellen Generation der aseptischen Füllmaschine SIG Neo können Anwender Packungen mit 500, 750 oder 1000 ml Inhalt abfüllen. Dabei haben sie die Möglichkeit, die Füllgeschwindigkeit an ihre Produktionspläne anzupassen. Wahlweise können 12 000, 16 000 oder 18 000 Packungen pro Stunde abgefüllt werden. Zudem bietet die Füllmaschine eine vollautomatische Reinigung und ermöglicht einen automatischen Volumenwechsel, der weniger als zehn Minuten dauert.
Eine Besonderheit der aseptischen Füllmaschine ist ihr geringer CO2-Fußabdruck bei gleichzeitig hohen Sterilitätsraten. Dafür sorgen unter anderem verkürzte Reinigungszeiten, niedrige Ausschussraten sowie der geringe Verbrauch an H2O2, Druckluft und Wasser. Im Vergleich zur vorherigen Maschinengeneration konnte der CO2-Fußabdruck bei der Abfüllung in Family-Size-Packungen um 25 % gesenkt werden.
Funktionsweise
Zunächst werden die mit dem gewünschten Kundendesign bedruckten und entlang der Längsnaht bereits versiegelten Kartonmäntel in die sechsbahnige Abfüllmaschine gelegt. Eine 360-Grad-Lösung sterilisiert die Innen- und Außenseiten der gesamten Verpackung, einschließlich des Verschlusses. Dies sorgt für sehr gute Sterilitätsraten. Dann wird der Boden der Packung mit Ultraschall versiegelt. Anschließend werden die sterilisierten Packungen in eine Überdruck-Aseptikkammer transportiert, wo die bereits in UHT-Anlagen sterilisierten Getränke in die Kartonpackungen gefüllt werden. Die servogesteuerte Füllstation gewährleistet eine sehr hohe Füllgenauigkeit. Das Transportsystem SIG Zoomer bleibt innerhalb der Aseptikkammer und trägt so ebenfalls zu den hohen Sterilitätsraten bei. Die Packung wird oben mit der gleichen Ultraschall-Technologie versiegelt wie der Boden der Packung, was die Einstellung und die Kontrolle des Prozesses erleichtert. Die oberen Seitenlaschen werden mit Heißluft vorgewärmt und an die Packung gesiegelt. Die Kartonpackung ist nun fest verschlossen und das Produkt sicher geschützt. Im Anschluss an Sterilisation, Befüllung und Versiegelung werden die Kartonverpackungen aus der Füllmaschine geschleust.




