Am Hauptsitz der Unternehmensgruppe Theo Müller im bayerischen Aretsried hatte man sich schon lange mit dem Thema Röntgentechnik beschäftigt. Die dort ansässige Abteilung “Central Production and Engineering” war auf der Suche nach einer Systemlösung zur Detektion von Fremdkörpern und zur exakten Bestimmung des Füllstands. Die Ergebnisse der Produkttests am Röntgenscanner von OCS waren sehr vielversprechend, daher wurde in den deutschen Werken Aretsried (Molkerei Alois Müller) und Freising (Molkerei Weihenstephan) und im englischen Werk in Market Drayton (Müller Dairy) jeweils ein Röntgenscanner installiert. So konnten sich die Mitarbeiter vor Ort von der Leistungsfähigkeit überzeugen. Die Scanner mussten nun zeigen, ob die Resultate hinsichtlich Füllstandkontrolle und Fremdkörperdetektion der Testreihen auch unter Produktionsbedingungen eingehalten werden konnten. Darüber hinaus wurden die Bedienung, der Reinigungsaufwand, die Wartung und die Standzeiten untersucht und beurteilt. Kurzum, die Maschinen wurden unter Produktionsbedingungen auf Herz und Nieren geprüft.
Die Anforderungen von Müller waren sehr hoch. Höchste Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Fremdkörperdetektion und Bestimmung des Füllstands bei gleichzeitig niedrigster Fehlauswurfrate. Des Weiteren darf das Röntgensystem keinen Einfluss auf den Linienwirkungsgrad haben, d. h. eine höchstmögliche Verfügbarkeit im Drei-Schicht-Betrieb muss gewährleistet sein. „Nicht nur die Innovationskraft von OCS hat uns fasziniert, sondern vor allem die hohe Detektionsgenauigkeit, hervorragende Technik und äußerst stabile Konstruktion des Scanners. Die Zukunftssicherheit dieses Geräts hat uns überzeugt und das Gesamtpaket hat einfach zu 100 % gestimmt“, erinnern sich die Gesamtprojektleiter Rüdiger Hermann und Bernd Stechele genau.
Auch die qualitativ sehr hochwertigen Einzelkomponenten des Röntgensystems wie die Hochleistungskamera, die Röntgenröhre und der Hochleistungsgenerator mit überdurchschnittlich hohen Standzeiten trugen zum positiven Erscheinungsbild bei. Und so begann im Jahre 2008 eine Zusammenarbeit und gleichzeitig ein außergewöhnliches Entwicklungsprojekt zwischen Müller und OCS.
Der Röntgenscanner des Typs SC 5000 wurde für die Detektion der in Steigen verpackten Produkte entwickelt. Aufgrund der breiten Joghurt-Steigen waren auch breitere Bandkörper notwendig. Die Hochleistungskamera wurde entsprechend der Applikation angepasst. In Sachen Hygiene wurde viel Wert auf die perfekte Reinigung des Scanners gelegt. Ein einfacher, werkzeugloser Gurtwechsel sowie der Ausbau des gesamten Bandkörpers für Reinigungs- und Wartungszwecke sind mit wenigen Handgriffen schnell und problemlos möglich.
Ein speziell für die Kundenanforderungen programmierbares Zugangssystem (Electronic Key System) ermöglicht den Schutz der einzelnen Zugangsebenen gegenüber unberechtigtem Zugriff. In Zusammenarbeit mit Müller wurden spezielle Vorhangmaterialien entwickelt und getestet, die den abrasiven und scharfkantigen Steigen widerstehen konnten.




