dei:. Welches Messekonzept steckt hinter der Igruma?
Dr. Träber: Im Mittelpunkt der Igruma stehen Maschinen und Anlagen für die Be- und Verarbeitung von Agrarprodukten. Wir konzentrieren uns auf die erste Verarbeitungsstufe. Ausgestellt werden also Anlagen für die Produktion von Grundnahrungsmitteln sowie für die Verarbeitung von Getreide, Obst, Gemüse, Gewürzen und Genussmitteln wie Kaffee, Kakao oder Tee. Daneben werden die Besucher Produktionsanlagen für Fein-, Reform-und Tiefkühlkost sowie Fertiggerichte sehen können. Außerdem werden auf der Igruma Produktneuentwicklungen aus den Bereichen Lager-, Silo- und Fördertechnik präsentiert. Eine weitere wichtige Facette der Messe sind Messgeräte, Prüf-einrichtungen und Analysetechnik für die Qualitätssicherung.
dei: Was ist neu an der Igruma?
Dr. Träber: Die Igruma ist eine Technologiemesse, die die Be- und Verarbeitung pflanzlicher Produkte in den Mittelpunkt stellt. Die ausgestellten Anlagen, Apparate und Komponenten konzentrieren sich auf die erste Verarbeitungsstufe. Auf diese neue Schwerpunktsetzung ist auch das fachliche Rahmenprogramm der Messe abgestimmt. Wir gehen davon aus, dass die gebündelte Präsentation das Interesse der weiterverarbeitenden Industrie und der selbstverarbeitender Agrarbetriebe weckt.
dei: Sehen Sie Überschneidungen mit anderen Messen, beispielsweise mit der Anuga FoodTec oder der Interpack?
Dr. Träber: Sicherlich gibt es punktuelle Überschneidungen. Dies gilt insbesondere für die Produktion von Fein- und Reformkost sowie von Tiefkühl- oder Fertiggerichten. Deutlich werden diese Überschneidungen auch bei der Obst- und Gemüseverarbeitung. Hier präsentiert die Igruma Technik für die gesamte Prozesslinie, beginnend ab Ernte bis hin zum Endprodukt. Darunter können sich auch Anlagen oder Maschinen befinden, die auf der Anuga FoodTec zu sehen waren. Ähnlich ist die Situation bei der Verpackungstechnik. Sie steht im Mittelpunkt der Interpack, ist aber nur ein Randthema der Igruma. Und zwar dann, wenn sie für die präsentierte Prozesskette relevant ist. Dazu zählt beispielsweise die Verpackung von Getreide in Säcke.
dei: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem VDMA?
Dr. Träber: Die Idee für eine solche Messe bestand beim VDMA schon länger. Die Leipziger Messe hat sie aufgegriffen, ein Konzept erarbeitet und es dem VDMA vorgestellt. Es fand Anklang, und so hat der Fachverband in Absprache mit marktführenden Unternehmen die Trägerschaft übernommen. Gemeinsam mit dem VDMA haben wir dann das Messekonzept der Igruma weiterentwickelt. Die Industrievertreter haben es befürwortet, einige von ihnen sind nun auch Mitglied im Messebeirat.




