Sharon Nowak
K-Trons Systemingenieure planen, konfigurieren, installieren Transportsysteme für den automatischen Transport der Rohmaterialien zum Dosiersystem und Dosiergeräte nach dem Gewichtszunahmeprinzip (GIW) oder Gewichtsabnahmeprinzip (LIW) zur genauen und effizienten Zuführung der einzelnen Rohbestandteile einer Mischung. Insbesondere bei wertvollen Komponenten, z. B. probiotische Stoffe und Vitaminen, kann das automatische Anliefern und Wiegen der einzelnen Bestandteile zu verbesserter Produktqualität und Einsparung von Produktionskosten führen.
Der Transport der Einzelkomponenten hängt von einer Vielzahl von Prozessparametern ab, z. B. von den Materialeigenschaften, der Transportentfernung, der benötigten Flussrate und der Art der Behälter, in denen die Produkte ursprünglich angeliefert wurden. Hauptkomponenten wie Mehl, Zucker und Salz werden oft mit Lastwagen oder Waggons angeliefert und vor der Verwendung in Silos gespeichert. Der Transport vom Lastwagen oder Waggon zum Silo kann dann mit dem automatischen Druckdifferenz-Transportsystem durchgeführt werden. Der Druckdifferenz-Lastwagen wird nach seiner Ankunft bei der Anlage durch einen flexiblen Schlauch mit dem Druckgebläse verbunden. Ein zweiter, flexibler Schlauch verbindet den Druckdifferenz-Lastwagen mit der Förderleitung. Zum Entladen wählt der Bediener den gewünschten Zielort, z. B. Silo 1 für Stärke oder Silo 2/3 für Mehl, an der Steuerkonsole des Lastwagens. Das Gebläse setzt den Ladebereich des Lastwagens unter Druck und das Material wird durch die Förderleitung direkt in das Silo transportiert. Ist ein Magnet in der Förderleitung installiert, lassen sich gleichzeitig im Material enthaltene Metallsplitter entfernen. Die Komponenten können auch in anderen Behältern wie Big Bags, Kisten, Säcken oder Fässern geliefert werden.
Überdrucktransportsysteme werden normalerweise dazu verwendet, Produkte mit hohen Flussraten über weite Entfernungen zu befördern, z. B. zum Beladen oder Entladen von großen Behältern wie Silos, Cyclonabscheidern, Waggons, Lastwagen oder Big Bags. Unterdrucksysteme werden dagegen eher für geringe Volumen und kürzere Entfernungen benutzt. Sie haben den Vorteil, dass der durch die Vakuumpumpe erzeugte Saugeffekt Pulververluste nach außen hin reduziert.
Unterdrucksysteme wie die Geräte der P-Serie von K-Tron werden daher häufig für Anwendungen gewählt, bei denen Hygieneanforderungen oder Staubkontrolle von Bedeutung sind. Ein weiterer Vorteil von Unterdrucksystemen ist, dass Anlagen mit mehreren Aufnahmepunkten nur niedrigen Konstruktionsaufwand benötigen. Es ist jedoch zu beachten, dass der maximal erzeugbare Unterdruck den möglichen Transportentfernungen und Durchsatzraten von Unterdrucksystemen Grenzen setzt. In vielen Systemen wird eine Kombination von Überdruck- und Unterdruckmethoden verwendet, um die Vorteile der verschiedenen Technologien voll zu nutzen.




