Vega Grieshaber hat das Druckportfolio runderneuert. Die Serie Vegabar 80 ist technisch auf dem höchsten Stand und wurde nach den FDA-, EHEDG- und 3A-Standards entwickelt. Bei der Werkstoffauswahl wurde die Norm 1935/2004 berücksichtigt. Die Neuen übertreffen bei vielen Eigenschaften alle Geräte, die es bisher auf dem Markt gab. Zudem hat man die ohnehin schon kompakte Gerätelinie noch weiter verschlankt. Das Ziel war eine einfache Auswahl und ein schneller Weg zum richtigen Sensor. Zur Auswahl steht der Allrounder Vegabar 82 mit keramischer Messzelle, der 80 % aller Anwendungen abdecken kann. Der Vegabar 83 mit metallischer Messzelle ist bei hohen Drücken erste Wahl, und der klassische Druckmittler Vegabar 81 kommt immer dann zum Einsatz, wenn hohe Temperaturbeständigkeit und hohe chemische Beständigkeit gefragt sind.
Die Geräte der Vegabar-80-Familie verfolgen konsequent den Plics-Gedanken. Die einheit- liche Geräteplattform bietet für alle Messverfahren des Herstellers, ob Druck oder Füllstand, ein durchgängiges Gehäuse-, Elektronik- und Bedienkonzept und erleichtert damit die täg- liche Arbeit über den gesamten Lebenszyklus eines Messgerätes. Für eine weitere Arbeitserleichterung sorgen die sogenannten Fami-lien-DTMs, wie sie bereits bei den geführten Radargeräten Vegaflex eingeführt wurden. Früher benötigte man für die Geräteintegration jedes einzelnen Messgerätes einen speziellen Treiber. Für eine komplette Gerätelinie gibt es in Zukunft nur noch einen DTM und dieser erkennt, welcher Vegabar 80 angeschlossen ist.
Keramische Messzellen haben viele Vorteile, aber auch einige Schwachstellen, z. B. ihre Temperaturschock- und Feuchteempfindlichkeit. Beides konnte Vega mit der Weiterentwicklung deutlich reduzieren oder sogar komplett ausschalten. Mit der Temperaturschockkompensation ist eine technologische Meisterleistung gelungen. Nach starken Temperatursprüngen, wie sie auch bei CIP-/SIP-Reinigungen auftreten, kann es bei keramischen Messzellen minutenlang dauern, bis der Sensor wieder zuverlässige Messwerte liefert. Oftmals wussten die Anwender überhaupt nicht, dass der Sensor einen Temperaturschock hat und falsche Werte überträgt. Nun können sie absolut sicher sein, dass sie den richtigen Messwert erhalten. Denn selbst sehr schnelle Temperaturänderungen können der Druckmessung nichts mehr anhaben. Und das funktioniert so: Zusätzlich zum üblichen Temperatursensor auf der Rückseite der Certec-Messzelle wird ein zweiter Temperatursensor in der Glasnaht direkt hinter der Keramikmembran aufgebracht. Ihm entgeht nicht die kleinste Temperaturänderung. Mittels eines ausgeklügelten Algorithmus lässt sich der Temperaturschock dann vollständig kompensieren.
Ein positiver Nebeneffekt des zweiten Sensors direkt am Prozess ist eine Temperaturmessung mit einer Genauigkeit von ±2 K. Ein Temperatursignal konnten die Vorgänger auch schon ausgeben, allerdings eignete sich die Messung durch die Langsamkeit des Sensors nur für Lagertanks mit relativ stabiler Temperatur. Mit der neuen Sensorgeneration lässt sich in vie-len Fällen ein separater Temperatursensor einsparen.




