Rauchbier gilt als Kultprodukt, das Liebhaber für sein kräftig-rauchiges Aroma schätzen. „Das alkoholfreie Rauchbier ist eine Nische in der Nische“, sagt Geschäftsführer Felix Wörner, der das Familienunternehmen Kaiserdom in die Zukunft führt. „Doch wer es probiert, ist begeistert. Der Rauchcharakter bleibt voll erhalten.“ Schon vor der offiziellen Markteinführung wurde das Bier international prämiert: Bei den World Beer Awards gewann es Bronze.
Die Wurzeln des Rauchbiers reichen weit zurück – bis in eine Zeit, als nahezu jedes Bier über offenem Feuer gedarrt wurde. Mit der Übernahme der Klosterbräu 2017 entschied sich Kaiserdom, die Tradition neu aufleben zu lassen. Mehrfach ausgezeichnet, etwa mit Spitzenplätzen bei den World Beer Awards, hat sich das Rauchbier etabliert. Nun folgt mit der alkoholfreien Variante ein weiterer Meilenstein.
Technik, die den Geschmack trägt
Kaiserdom setzt seit Jahren auf die GEA-Aromaplus-Anlage, um alkoholfreie Biere wie Helles und Weizen herzustellen. Das Verfahren basiert auf Umkehrosmose-Membranen, die bei niedrigen Temperaturen Wasser und Alkohol selektiv durchlassen. Aroma, Farbe und Körper des Bieres bleiben erhalten – ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahren wie der gestoppten Gärung oder Destillation. Gerade beim Rauchbier zahlt sich dieser Ansatz aus: Röst- und Rauchnoten von Buchenholz, dunkle Schokolade, Anklänge von Schinken und Whiskey prägen auch die 0,0 %-Variante.
Der deutsche Biermarkt schrumpft seit Jahren. Alkoholfreies Bier hingegen wächst kontinuierlich. Kaiserdom sieht die neue Sorte als Angebot für Umsteiger, die bewusst auf Alkohol verzichten, aber den Geschmack traditioneller Biere nicht missen wollen. „Wir sehen, dass alkoholfreie Biere helfen, Verluste am Gesamtmarkt abzufedern. Das Rauchbier 0,0 % ist ein starkes Signal aus Bamberg, wie man Tradition und Innovation verbindet“, so Wörner.




