Die Multiplex-Anlage bietet eine vollständige Automatisierung aller Produktionsschritte, von der präzisen Dosierung bis hin zur Abfüllung und Reinigung der Mischbehälter. Durch die durchgehende Prozessüberwachung und Dokumentation gewährleistet die Anlage eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Chargen und stellt eine gleichbleibende Produktqualität sicher – ein zentraler Aspekt in der Parfüm- und Aromenherstellung. Dank ihrer modularen Struktur kann die Anlage flexibel auf Produktionsanforderungen reagieren und fertigt Unikate in kleinen und großen Mengen von 1 kg bis 4 t. Neben der technischen Leistungsfähigkeit bietet die Multiplex-Anlage zudem klare Vorteile für die Arbeitsorganisation: Der hohe Automatisierungsgrad minimiert die Fehleranfälligkeit und verbessert die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.
Multiplex-Anlage für Silesia
Silesia, ein führender Hersteller von Aromen für Lebensmittel und Getränke, hat sich dieser Herausforderung gestellt. Mit einem breiten Portfolio an hochwertigen Aromen und einem starken Fokus auf Innovation und Qualität beliefert Silesia weltweit Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Um den steigenden Anforderungen und der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, hat Silesia in die hochmoderne Multiplex-Anlage des Maschinenbauspezialisten Fricke aus Minden investiert.
Nach dem erfolgreichen Factory Acceptance Test (FAT) bei Fricke in Minden wurde die Multiplex-Anlage für Silesia fachgerecht demontiert, transportiert und beim Kunden vor Ort in Neuss wieder aufgebaut. Durch die Entscheidung, diesen Ablauf an das Unternehmen Nürmont Installations GmbH & Co. KG konnte Fricke einen klaren Zeitvorteil erzielen.
Umzug der kompletten Anlage erfordert detaillierte Planung
Dieses komplexe Projekt verlangte eine detaillierte Planung. In Minden wurden alle Anlagenkomponenten in transportfähige Einheiten zerlegt und sorgfältig gekennzeichnet. Besonders die Verkabelung stellte eine Herausforderung dar: Mit 1000 unterschiedlichen Farbkennzeichnungen wurde sichergestellt, dass die elektrische Montage am neuen Standort reibungslos und fehlerfrei erfolgen konnte. Der Transport der Produktionslinie, die aus rund 26 LKW-Fahrten bestand, erforderte nicht nur logistische Präzision, sondern auch spezielles Equipment. So wurde in Neuss ein 90-t-Kran eingesetzt, um die Anlagen auf eine 6 m hohe Montageplattform zu setzen und an die entsprechenden Stellen im Gebäude zu transportieren.
Die Zusammenarbeit zwischen Fricke und Nürmont war von Anfang an auf eine enge Abstimmung ausgelegt. Beide Unternehmen stellten mechanische und elektrische Supervisoren bereit, die das Projekt von der Planung bis zur Inbetriebnahme begleiteten. Diese intensive Zusammenarbeit minimierte Schnittstellenprobleme und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Besonders die Herausforderung, die Anlagen in Neuss auf der erhöhten Plattform zu positionieren, konnte durch den Einsatz von Gabelstaplern und kompakten Flurförderfahrzeugen gemeistert werden.




