BabyNes heißt die neue Entwicklung von Nestlé: Sie besteht aus einer Maschine und den zugehörigen Kapseln mit dem Milchpulver. Je nach Alter des Babys stehen andere Kapseln zur Auswahl. Nach dem Einschieben der Kapseln wird der Baby-Drink innerhalb einer Minute zubereitet. Die Maschine erkennt dabei automatisch, welche Kapsel eingeschoben wurde und passt die Dosierung des Wassers an. Die Temperatur können die Eltern an der Maschine einstellen.
Nestlé will das BabyNes-System nicht als Konkurrenz zum Stillen, sondern als hygienische und sichere Ernährungslösung nach dem Abstillen verstanden wissen. Die Herstellung der BabyNes-Milchnahrungen unterliegt daher strengsten Standards für Sicherheit und Hygiene, damit der Endverbraucher die Zubereitung ganz unbesorgt der Maschine überlassen kann. Die BabyNes-Kapseln enthalten exakt die Menge Milchpulver und Zutaten, die dem Alter und den Ernährungsbedürfnissen der Babys entsprechen. Außerdem müssen die Kapseln absolut luftdicht versiegelt sein, um alle wertvollen Nährstoffe der Milch zu erhalten und sie gegen äußere Verunreinigungen zu schützen. In jede Kapsel sollte ein zusätzlicher Wasserfilter zur Bakterienbeseitigung integriert werden.
Das Design des Herstellungsprozesses durch Rychiger wurde daher strengsten Validierungsverfahren unterzogen. Aufgabenstellung war, eine GMP-sichere Produktionsanlage zu entwickeln, in der die Kapseln aus Einzelbestandteilen zusammengebaut und mit dem Fertigprodukt (spezielles Milchpulver) befüllt werden können.
Zur garantierten Sicherstellung der umfangreichen geforderten Voraussetzungen holte sich Rychiger die Spezialisten von Servotech ins Boot. Deren Aufgabenstellung umfasste die GMP-gerechte Planung, Konstruktionsunterstützung, die Erstellung der risikobasierten Qualifizierungsunterlagen sowie die der Kalibrierungsunterlagen für die Anlage. Die Durchführung der Qualifizierung und Teile der Kalibrierung waren weitere Projektteile.
Die Anforderungen der regulierten Industrie an Maschinenbauer und Anlagenbetreiber sind für diese oft wie ein schweißtreibender Hürdenlauf, wenn es um zu liefernde Maschinen, Anlagen und computergestützte Systeme geht. Grundsätzlich gilt: Die Produkte müssen sicher reproduzierbar und zuverlässig in der gewünschten und zuvor definierten Qualität hergestellt werden. Zudem ist die automatische Protokollierung dieser Vorgänge unentbehrlich.
Im Rahmen der Qualifizierung und Validierung der Fülllinie waren daher eine Vielzahl an entsprechenden Prozessabstimmungen und Requirements, von der Systemanalyse bis zum Software Engineering, notwendig. Ein Team von Fachleuten von Rychiger, Nestlé und Servotech, den Spezialisten für Qualifizierung und Validierung, arbeiteten zwei Jahre eng interdisziplinär zusammen, um am Schluss der Produktionskette die größtmögliche Verbrauchersicherheit gewährleisten zu können.




