Backmittel sind hochkomplexe Pulvermischungskonzentrate, die zum Teil aus über 50 verschiedenen Komponenten bestehen. Neben festen Rohstoffen können sie auch Flüssigstoffe wie Fette, Öle oder Lecithine enthalten. Mit dem Doppelwellenmischer HM lassen sich die Flüssigstoffbeigaben homogen im Backmittel verteilen und die Bildung von Agglomeraten vermeiden.
Backmittel werden dem Mehl mit einem Massenanteil von 1 bis 5 % zugesetzt, um die Qualität von Backwaren zu verbessern. Sie enthalten oft Fette, Öle, Lecithine, Wasser, Melasse, Sirupe, Honig oder andere Flüssigstoffbeigaben. Positiver Nebeneffekt: Je mehr davon in das Backmittel gemischt werden, desto staubärmer ist es. Ist der Flüssigstoffanteil aber zu hoch oder erwärmt sich das Backmittel während des Mischens, verschlechtert sich dessen Rieselfähigkeit und Dosierbarkeit. Das Backmittel kann dann in der Verpackung sogar verklumpen.
Die ideale Mischgüte des Backmittelpulvers muss schnell und mit minimalem Energieeintrag herbeigeführt werden. Die Art, wie der Flüssigstoff eingemischt wird, beeinflusst auch das Endprodukt. Entscheidend für die Qualität des Backmittelgemisches ist, wie rieselfähig es ist, ob es nach dem Mischen kühl genug ist, um in der Verpackung nicht zu verklumpen, ob es lange lagerfähig ist und ob es zum Anhaften oder zur Zeitverfestigung neigt.
Manche Rohstoffe sind pulvrig, andere staubig und wieder andere grobkörnig. Außerdem gibt es Komponenten, die empfindlich auf Scherung und Druck reagieren wie zum Beispiel Lecithin- oder Fettpulver. Hinzu kommen Flüssigfette, Shortenings, Backextrakte, Flüssiglecithine, Öle und Flüssigaromen, die in der Pulvermischung schnell und homogen verteilt werden. Das Endprodukt bleibt dank minimaler Energieeintragung kühl. Je nach Fahrweise des Mischers ist das Endprodukt ein Schüttgut, eine teigige Masse oder „feucht-flockig“.
Totraumfreie Querverströmung
Der Doppelwellenmischer HM von Amixon eignet sich sehr gut für die Aufbereitung von Backmitteln. Seine helixartigen Mischwerkzeuge fördern die Güter in der Peripherie aufwärts und im Zentrum des Mischraumes abwärts. Totraumfreie Querverströmungen des auf- und abwärts fließenden Mischgutes sind ein Garant für ideale Mischgüten. Diese Art der Strömungserzeugung ist universell anwendbar für nahezu alle Produktkonsistenzen, also für trockene, feuchte oder nasse Pulver, aber auch für Pasten und Teigmassen. Dabei findet eine dreidimensionale Zufallsverteilung statt. Diese ist unabhängig vom Füllgrad, der Drehfrequenz und etwaig differierenden Komponenteneigenschaften wie Partikelgröße, Dichte, Kohäsion, Adhäsion oder Viskosität. Bei besonders fragilen Gütern oder staubexplosiven Zuständen kann die Mischwerksdrehfrequenz verringert werden: Der Mischvorgang findet ohne Qualitätseinbußen auch bei langsamer Drehbewegung der Mischwerkzeuge statt.




