Clamp-Klammern werden überall dort eingesetzt, wo lösbare hygienische Verbindungen erforderlich sind, etwa in der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie. Nach dem novellierten AD-2000-Merkblatt A5 sind die bisher üblichen Clamp-Verbindungen mit Flügelmuttern nicht mehr erlaubt. Das Armaturenwerk Hötensleben hat nun eine bauteilgeprüfte Clamp Klammer für drucktragende Komponenten entwickelt, die die neuen Anforderungen erfüllt.
Clamp-Klammern mit Flügelmutter dürfen nach dem AD-2000-Merkblatt A5 weder für druckhaltende Ausrüstungsteile noch für solche mit Sicherheitsfunktion verwendet werden. Spätestens bei den wiederkehrenden Prüfungen, die in Unternehmen mit Druckgeräte-konformen Behältern und Systemen verpflichtend sind, dürfte dies zu Problemen führen. Im schlimmsten Fall könnten die zuständigen Inspektoren aufgrund der Verwendung der veralteten Modelle eine Außerbetriebnahme der Anlage anordnen. Die Clamp-Verbindungen sollten daher ausgetauscht werden. Die Armaturenwerk Hötensleben GmbH (AWH) hat nun eine Clamp-Klammer entwickelt, die alle neuen Anforderungen erfüllt. Das bauteilgeprüfte Modell entspricht sowohl den Anforderungen gemäß der europäischen Druckgeräterichtlinie PED 2014/68/EU nach dem Regelwerk AD 2000 A5 als auch denen der EN-Norm 13445-3 Anhang T. In der EN-Norm wird zusätzlich noch eine Lastwechselprüfung verlangt. Hierzu wurde die Klammer in einem Langzeitversuch mit ca. 250 000 Lastzyklen beaufschlagt.
„Die Clamp-Verbindung ist nach der Flanschverbindung wohl die am meisten verwendete lösbare Verbindung weltweit“, sagt Theo Meyer, Produktmanager Ventiltechnik und Standardkomponenten bei AWH. „In der Regel wird sie an Rohrleitungen, Behältern, Filtrationsgeräten und anderen drucktragenden Komponenten eingesetzt. Bei diesen Anwendungsfällen muss sichergestellt sein, dass die verwendeten Klammern ein Höchstmaß an Sicherheit bieten.“ Um dies zu gewährleisten, unterliegen die Verbindungen den Anforderungen der europäischen Druckgeräterichtlinie PED 2014/68/EU und dem AD-Regelwerk. Letzteres wurde erst vor kurzem verschärft: „Gemäß dem novellierten AD 2000-Merkblatt A 5, das seit 2020 in Kraft ist, sind Clamp-Verbindungen, die ohne Werkzeug zu öffnen sind, nicht länger zulässig“, erklärt Meyer. „Damit dürfen Flügelmuttern zum Öffnen der Klammern keine Verwendung mehr finden.“ Dies soll verhindern, dass eine Flügelmutter von Hand geöffnet wird, schlagartig Druck entweicht und es zu Personenschäden kommt.
Clamp-Klammer mit hoher Druckfestigkeit und geringem Gewicht
Die bauteilgeprüfte Clamp-Klammer von AWH ist eine Alternative zur bisher üblichen Clamp-Verbindung mit Flügelmutter. Sie entspricht nicht nur den neuen Anforderungen, sondern weist auch eine hohe Druckfestigkeit bei gleichzeitig schlankem Design und geringem Gewicht auf. Das macht sich im täglichen Handling bei der Montage oder Demontage bemerkbar. Innensechskant-Schrauben sorgen für sicheren Halt zum Werkzeug beim Öffnen und Verschließen der Klammer. Das sorgt in Summe für mehr Sicherheit im Umgang mit unter Druck stehenden Komponenten.




