Werther’s Original, Toffifee, Knoppers, Super Dickmann’s oder nimm2 – die Süßigkeiten aus dem Hause Storck sind in jedem Supermarktregal zu finden. Dafür, dass immer genügend süßer Nachschub vorhanden ist, sorgt u. a. das Storck-Versandzentrum in Halle/Westfalen. Durch seine Erweiterung konnte die Durchsatzleistung pro Stunde auf mehr als 350 Paletten in der Einlagerung und 350 Paletten in der Auslagerung erhöht werden.
Rainer Bauerkamp
Seit 1978 besteht der Kern des Versandzentrums der Storck Service GmbH. Im Jahr 1994 wurde das Hochregallager (HRL )von fünf auf 13 Regalgassen erweitert und die erste Baustufe der jetzt erweiterten Förderanlage in Betrieb genommen. Mit dieser zweiten Ausbaustufe stellt sich Storck auch den gewachsenen Anforderungen an kommissionier- und distributionslogistische Prozesse. Sowohl die Ersterrichtung als auch die beiden Erweiterungsprojekte wurden von dem Heilbronner Unternehmen MAN Logistics durchgeführt.
Mit mehr als 3000 Mitarbeitern an Produktionsstandorten im In- und Ausland ist Storck einer der führenden, weltweit agierenden Hersteller von Süßwaren. Das Versandzentrum in Halle/Westfalen versorgt das internationale Netzwerk der unternehmenseigenen Vertriebsgesellschaften und Kooperationen. Es besteht aus dem HRL und dem Kommissionier- und Versandlager (KVL). Beide Gebäudekomplexe sind über eine Fördertechnikbrücke miteinander verbunden.
Das HRL hat 13 Regalgassen und bietet Platz für ca. 52 000 Europaletten. Im KVL wird die in Halle sowie an den anderen Standorten produzierte Ware zusammengeführt. Shut-tle-LKW liefern die sortenrein palettierten Süßigkeiten an. Die automatische Fördertechnik im Erdgeschoss übernimmt sie, prüft die Palettenkontur und scannt den Barcode der Palette ein. Danach wird diese über Stetigförderer, eines von mehreren Doppelhubwerken, die Elektrohängebahn (EHB) sowie Palettenfördertechnik zum HRL transportiert und dort eingelagert. Zur auftragsbezogenen Kommissionierung wird die Ware vom HRL vollautomatisch zu den Kommissioniermodulen im ersten Obergeschoss transportiert. Per Infrarot-Datenübertragung online an das Lagerverwaltungssystem angebundene Kommissionierfahrzeuge stellen die Aufträge dann gemäß Mann-zur-Ware-Strategie zusammen. Die Kommissionierpaletten werden vertikal gewickelt und in den Versand im Erdgeschoss transportiert. Vollpaletten gelangen direkt in den Versand. Bei einer Containerverladung kann man artikelrein palettierte Versandpositionen außerdem durch eine Umpalettieranlage schicken. Hier erfolgt die direkte Umsetzung von Euro- auf Industriepaletten.
Nach der ersten Erweiterung 1994 war das Versandzentrum für einen Durchsatz von ca. 260 Paletten pro Stunde ausgelegt. Da man eine stetig wachsende Nachfrage nach eingeführten und neuen Storck-Produkten erwartete, wurden bereits damals Maßnahmen zur Erleichterung einer zweiten Ausbaustufe durchgeführt. Dazu gehören zum Beispiel eine im Obergeschoss des KVL eingezogene Stahlbühne zur Aufnahme weiterer Fördertechnik sowie zwei Senkrechtförderer zum Anfahren dieser zweiten Ebene.




