Die Firmengründung von Gather Industrie im Jahre 1965 ist eng mit dem Vertrieb von Schnellverschlusskupplungen für Schlauch- und Rohrleitungen, in denen nahezu alle Flüssigkeiten und Gase gefördert werden können, verbunden. Mit den Kupplungen der Marke Hansen hatte das Unternehmen von Anfang an ein qualitativ hochwertiges Produkt im Programm. Auch heute noch machen die Hansen-Kupplungen einen großen Teil des Umsatzes aus. In den letzten 10 Jahren wurde mit Blick auf Markt-Tendenzen jedoch zunehmend auch der Eigenproduktionsanteil von Kupplungsteilen ausgebaut.
„Nachdem wir uns 1999 aufgrund gestiegener Kundenanforderungen dazu entschlossen hatten, unsere Zahnradpumpen selbst zu fertigen und die ganze Struktur des Unternehmens komplett verändert haben“, erklärt Klaus Lübke, Geschäftsführer des Unternehmens, „begannen wir im Jahre 2000 auch damit, unsere eigenen Kupplungssysteme herzustellen. Auch hier hatten wir immer stärker mit derselben Problematik wie bei den Pumpen zu kämpfen. Unsere amerikanischen Lieferanten konnten den Belangen des hiesigen Marktes nicht nachkommen.“
Neue Technologien in den unterschiedlichsten Branchen wie zum Beispiel Chemie, Pharmazie und Lebensmittelindustrie erfordern immer neue technische Lösungen. Ein Wunsch der Gather Industrie war deshalb seit langem, eine Kupplung zu entwickeln, die beidseitig unter Druck von Hand zu kuppeln und leckagefrei ist. „Bei den bisherigen Standardkupplungen“, führt Dirk Becker, Produktmanager für den Bereich Kupplungstechnik aus, „war eine geringe Restleckage in Abhängigkeit von der Nennweite konstruktiv bisher nicht zu vermeiden.“ Die Aufgabe bestand darin, den Druck hinter den Ventilen zu eliminieren. Die jetzt angebotene Kupplung mit CUP-System erfüllt diese Anforderungen.
„Die Kupplungsreihe DBG mit CUP-System ist weltweit die erste Schnellkupplung, die sich tropffrei verbinden und trennen lässt, wenn beide Kupplungsseiten unter Druck stehen“, betont Dirk Becker. Becker weiter: „Damit ist es endlich möglich, fluidische Leitungen ohne vorherige Druckentspannung und ohne Lufteinschlüsse zu verbinden. Es entstehen völlig neue Möglichkeiten, Verbindungen leicht von Hand ohne Medienaustritt herzustellen. Der Installations-Mehraufwand für Ausgleichsleitungen, Mehrweghähne, Entspannungsgefäße usw. entfällt. Auch Proben lassen sich aus laufenden Prozessen einfach und sicher entnehmen und Stichleitungen schnell an Hauptleitungen ankuppeln. Vor- und Rücklauf an Temperiersystemen können abgekuppelt und ohne Entlüften direkt wieder verbunden werden. Multikupplungen, ausgestattet mit CUP-System-Schnellkupplungen, lassen sich leicht von Hand verbinden und verriegeln automatisch.“
Beim Cup-System lassen sich die integrierten Absperrventile druckunabhängig verschieben, da sie kein Flüssigkeitsvolumen verdrängen müssen. Beim Kuppeln schiebt man Fassung und Nippel ineinander, bis die Verriegelungskugeln einrasten. Zuerst wird die Kupplung nach außen abgedichtet, dann öffnen sich die Ventile. Die Strömungsrichtung, die sich ergeben kann, ist dabei nicht relevant. Die aus der Standardserie DBG übernommene totraumfreie, strömungsgünstige innere Kontur bietet ein sehr gutes Durchströmungsverhalten bei geringem Druckabfall.




