Beständig, gut identifizierbar, detektierbar – das sind nur einige der Eigenschaften, die Kennzeichnungslösungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie erfüllen müssen. Die Verwendung des richtigen Markierungsmaterials ist also entscheidend.
Immer wieder kommt es zu erhöhten Wartungs- und Montageaufwänden, weil bei der täglichen Reinigung der Produktionsanlagen mit aggressiven Reinigungsmitteln die Thermotransferbedruckung auf Etiketten gänzlich verschwindet oder die Markierungsschilder sogar zerstört werden. Das erschwert dem Betriebselektriker im Schadensfall die Arbeit und verlängert so den Produktionsstillstand unnötig. Um dies zu vermeiden, gibt es vier Schlüsselanforderungen an das Markierungsmaterial selbst sowie die Beschriftung.
Hohe chemische Beständigkeit
Mehrmals täglich reinigt das Personal die Produktionsanlagen, um die hygienischen Standards sicherzustellen. Dabei stellt der Einsatz von aggressiven Reinigungsmitteln hohe Anforderungen an die Beständigkeit der Markierungsmaterialien sowie der Beschriftung. Denn diese Reiniger können viele Kunststoffmaterialien angreifen, die Folge: Die Beschriftung verblasst bei jedem Reinigungszyklus immer mehr und ist irgendwann nicht mehr lesbar, das Grundmaterial wird mit der Zeit brüchig. Im schlimmsten Fall führt die werkstoffliche Zersetzung zu einem mechanischen Versagen, das Markierungsmaterial löst sich von seinem Applikationsbereich und landet in Bruchstücken in den produzierten Lebensmitteln und Getränken.
Visuelle Identifizierbarkeit
Für eine schnelle Erkennbarkeit der Markierung setzt die Lebensmittelindustrie zunehmend auf blaue Kennzeichnungen. Der Grund: In natürlichen Lebensmitteln kommt die Farbe Blau nicht vor. Daher sind Verunreinigungen wie Teile von blauen Markierungen sehr gut und schnell erkennbar. Zudem lassen sich Verunreinigungen wie Sporen, Schimmel und Rückstände von Lebens- bzw. Reinigungsmitteln schneller identifizieren als bei andersfarbigen Materialien.
Detektierbarkeit
Bei der Qualitätssicherung von Lebensmitteln kommen unter anderem Metalldetektoren und Röntgengeräte zum Einsatz. Damit im Fall eines Versagens des Kennzeichnungsmaterials selbst Bruchstücke mithilfe von Metalldetektoren erkannt werden können, empfiehlt sich der Einsatz von detektierbaren Markierungsmaterialien.
Leistungsstarkes Klebstoffsystem
Neben Kabeln und Leitungen müssen auch Geräte gekennzeichnet werden. Strukturierte Oberflächen von Geräten und Anlagen erschweren eine optimale Klebstoffhaftung. Die Etiketten müssen in diesem Applikationsbereich allerdings besonders gut halten, da sie durch die ständigen Reinigungsprozesse hohen mechanischen und chemischen Einflüssen ausgesetzt sind. Extra starke und dicke Klebstoffe mit guter Chemikalienbeständigkeit können sich besser in den Strukturen der Oberflächen verteilen und erzeugen eine optimale Haftkraft, um eine dauerhafte Kennzeichnung sicherzustellen.




