Der österreichische Backwarenhersteller Ölz hat seine Produktionskapazität um zwei neue Produktionslinien für Hefeteiggebäck sowie Toast- und Sandwichbrote erweitert. Dabei arbeitete die Großbäckerei erneut mit Zeppelin Systems zusammen. Der Friedrichshafener Anlagenbauer realisierte in der neuen Produktionsstätte das komplette Rohstoffhandling inklusive Steuerung und Schaltschrankbau.
Backwaren der Marke Ölz aus Vorarlberg sind nicht nur in Österreich bekannt. Unter anderem auch in Deutschland, in der Schweiz und in Tschechien landen die Brot- und Hefeteiggebäcke der Großbäckerei auf den Tischen vieler Haushalte. Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen stellt mit rund 1040 Mitarbeitern mehr als 100 verschiedene Artikel her. Der Exportanteil liegt bei 43 %. Damit die Rohstoffe in der richtigen Menge, sicher und zuverlässig bereitgestellt werden, baut der im österreichischen Dornbirn beheimatete Meisterbäcker auf das Know-how von Zeppelin Systems. Gemeinsam mit dem Anlagenbauer hat Ölz seine Produktion um zwei neue Linien erweitert – für Zeppelin Systems ist das bereits die dritte Anlage für die Bäckerei.
Neuer Anbau in Wallenmahd
Die zwei modernen Linien für Hefeteiggebäck sowie Toast- und Sandwichbrote befinden sich im neuen Anbau der Bäckerei in Wallenmahd, einem Ortsteil von Dornbirn. „Ölz beauftragte uns mit dem kompletten Rohstoffhandling für die neue Halle inklusive einer Anbindung zu den Silos im Bestandswerk“, erzählt Ingo Pütz. Er ist bei Zeppelin Systems als Director Sales Food Processing Plants tätig. Der Anlagenbauer lieferte nicht nur Einzelkomponenten wie Silos, Siebmaschinen etc., sondern übernahm auch die komplette Steuerung inklusive Schaltschrankbau und Softwareentwicklung. Vom Kick-off bis zur Abnahme vergingen gerade mal zwei Jahre. Dass so ein großes Projekt recht zügig und reibungslos ablief, lag auch an der guten Vorplanung durch Ölz. Zudem konnten beide Projektpartner auf die Erfahrungen mit den beiden ersten Anlagen zugreifen.
Organisation ist alles
Mehl, Zucker, Hefe, Salz – die Zutaten einer Großbäckerei unterscheiden sich nicht von dem, was auch zu Hause in den Teig kommt. Aber die wechselnden Chargen, die unterschiedlichen Dosiergenauigkeiten der Rohstoffe sowie die verschiedenen Gebindegrößen erfordern deutlich mehr Organisation als in der heimischen Küche. Das weiß auch die Meisterbäckerei Ölz und hat die Anforderungen an die neuen Produktionslinien in Wallenmahd hoch gestellt. Alles ist sauber und übersichtlich, die Technik befindet sich auf verschiedenen Ebenen. „Der Kunde hatte beim Projektstart ganz genaue Vorstellungen“, erinnert sich Pütz. Er wollte eine möglichst kompakte Anlage.




