Das dänische Unternehmen Trivision hat zwei Vision-Systeme mit Bildverarbeitungskomponenten von Stemmer Imaging entwickelt, die die Verpackungen während des Herstellungsprozesses und die jeweiligen Endprodukte zu 100 % überprüfen. Bei RPC Superfos und Arla Foods sind diese Systeme erfolgreich im Einsatz.
Kunststoffbecher und Deckel für Molkereiprodukte werden grundsätzlich im In-Mould-Labeling-Verfahren (IML) hergestellt. Anschließend befüllen und versiegeln Molkereien die Behälter. Um mangelhafte Behälter, die beispielsweise Grate, eine ungleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit oder Größenunterschiede aufweisen, sicher erkennen und ausschleusen zu können, sind Inspektionssysteme während des Herstellungsprozesses notwendig. Wichtig sind zudem weitere Kontrollen vor dem Versand der Produkte, um sicherzustellen, dass nur einwandfreie Verpackungen in den Handel gelangen.
Speziell für die Inspektion von Behältern hat der Spezialist für Qualitätskontrollsysteme Trivision den Packaging Inspector entwickelt. Er kommt in der Herstellungsphase zum Einsatz. Der Product Inspector hingegen eignet sich für die Untersuchung von verpackten Endprodukten.
Präzises Bildverarbeitungssystem
Der Packaging Inspector entstand in Zusammenarbeit mit RPC Superfos, einem Entwickler und Hersteller von Kunststoffverpackungen. Das System sollte neben einer 100%-Inspektion in der Lage sein, alle Schlechtteile auszusortieren. Dank der engen Zusammenarbeit erhielten die Bildverarbeitungsexperten von Trivision einen umfassenden Überblick über die gesamte Bandbreite an Defekten, die während des Herstellungsprozesses entstehen können, und konnten so eine zuverlässige Bildverarbeitungslösung entwickeln.
Beim Packaging Inspector kommen Kameras mit hoher spektraler Empfindlichkeit zum Einsatz, da diese in der Lage sind, selbst kleinste Formfehler zu entdecken. Die Experten von Stemmer Imaging standen den Entwicklern von Trivision beratend zur Seite, um aus dem breiten Spektrum von Kameras diejenigen auszuwählen, die über die beste Bildqualität und geeignete On-Board-Verarbeitungsfunktionen verfügen. Die Entscheidung fiel zugunsten der leitungsstarken Kameras Manta und Mako von Allied Vision. Sie bieten neben einer flexiblen Kamerasteuerung auch eine große Auswahl an kamerainternen Bildoptimierungsfunktionen. Zudem verfügen sie über eine GigE-Schnittstelle und ermöglichen so höhere Datenraten und längere Kabelstrecken. Außerdem lassen sich mit den GigE-Vision-Kameras Kosten sparen, da keine Frame Grabber mehr benötigt werden. Für die Softwareentwicklung ist Trivision intern verantwortlich und setzt dabei auf Allied Visions API. Neben der Mustererkennung, die für die Anwesenheitskontrolle von Etiketten und Aufdrucken angewendet wird, sind noch weitere Methoden im Einsatz




