Bei Hochleistungspack- und Palettiertechnik ist ein ganz besonders exaktes und bis ins allerletzte Detail durchdachtes Zusammenspiel einzelner Komponenten erforderlich, um die gewünschte hohe Ausbringung sicherzustellen. KHS nimmt zur Anlagenplanung zunächst sämtliche Anforderungen auf, denen die neue Anlagentechnik zu genügen hat. Welche Flaschen-, Dosen- oder PET-Formate gelangen zum Einsatz? In welche Umverpackungen sind diese eingebracht? Wie viele Bedienpersonen und welcher Platz stehen für die Anlage zur Verfügung? Auf Basis sämtlicher ermittelter Daten wird ein passgenaues Konzept erarbeitet, das Vor-Ort-Rahmenbedingungen mit einbezieht. Schließlich präsentiert KHS die 3-D-Darstellung. Darstellen lässt sich die 3-D-Betrachtung sowohl am PC als auch an einer Powerwall. Vorteil der Powerwall: Die technische Lösung ist in Stereometrie auf einer Projektionswand dargestellt und mit 3-D-Brillen besonders übersichtlich. Mithilfe eines „Fly Sticks“ kann man sich innerhalb der Linie vollkommen frei bewegen. Die Anlage kann virtuell beispielsweise stehend genauso betrachtet werden wie von einem bestimmten Bedienbereich aus oder beim Überfliegen. Wesentlich ist hierbei, dass sich in diesem Stadium noch umfassende Änderungswünsche einfach in das Konzept einarbeiten lassen. Beispielsweise ist erkennbar, ob Operatoren von Bedienpulten aus auch den geforderten Einblick in die Linie erhalten oder ob die perfekte Zugänglichkeit zu den Maschinen gewährleistet ist.
Häufig ist von Hochleistungspalettiertechnik die Palettierung unterschiedlicher Umverpackungen in verschiedenen Größen gefordert. Beispielsweise kann zur Shrink-Verpackung auch die Verarbeitung der Tray-Shrink-, Pad-Shrink- oder Wrap-Around-Verpackung in deutlich voneinander differierenden Formaten gewünscht sein. Dabei ist es im Vorfeld der Palettierung durchaus denkbar, dass Shrinkpacks oder auch Pad-Shrinkpacks eine weitere Verpackungsmaschine durchlaufen. Ein Beispiel hierzu: Jeweils sechs vom Shrinkpacker gebildete Vierergebinde sind innerhalb eines nachgeordneten Tray-Shrinkpackers in eine 24er-Formation zu überführen. In einem solchen Fall ist zwischen beiden Verpackungsmaschinen üblicherweise eine Manipulation der Gebinde bezüglich der Anzahl der Spuren und deren Orientierung nötig. Beispielsweise kann es vorkommen, dass von einem Längs- auf einen Quertransport und/oder von einer vierbahnigen auf eine dreibahnige Führung umzuschalten ist.
KHS hat speziell für derartige Fälle den Robot Combiner Innopal RC, einen Vierachs-Roboter, der für eine Nutzlast von bis zu 40 kg einsetzbar ist, entwickelt. Er kommt im Anschluss an eine mögliche Inline-Drehvorrichtung, die im Bedarfsfall die Änderung der Gebindeorientierung herbeiführt, zum Einsatz. Angeordnet ist der Innopal RC, dessen verstellbarer Kopf über eine Länge von ca. 800 mm verfügt, auf einer über den Transporteurstrecken angebrachten Tischkonstruktion. Von dort aus hat er direkten Zugriff auf sämtliche auslaufende Verpackungen. Die Aufgabe des Robot Combiners ist es, Shrink-, Pad-Shrink-, Wrap-Around-Verpackungen oder weitere Verpackungsarten entweder einzeln oder in mehreren Einheiten gleichzeitig so zu verschieben, dass die von der nächsten Verpackungsmaschine geforderte Spurenanzahl ebenso erreicht wird, wie der gewünschte Abstand der Gebinde zueinander. Der Einsatz des Robot Combiners macht eine große Anzahl der für diesen Aufgabenbereich bislang eingesetzten Plattenverteiler überflüssig. Die vollautomatische Umstellung des Innopal RC auf unterschiedlichste Formationen ist genauso flexibel machbar wie die vollautomatische Geländerverstellung.




