Ein Riegel Schokolade – und man fühlt sich wieder „fit“ für neue Herausforderungen. So machen es viele Menschen am Arbeitsplatz und Zuhause. Dass Schokolade dem Körper Energie zuführt, ist ebenso unbestritten wie die Tatsache, dass ihre Herstellung Energie verbraucht. Das liegt auch daran, dass der Produktionsprozess stark temperaturabhängig ist. Zunächst wird die Grundmasse erwärmt und mehrere Stunden lang schonend vermahlen und zerrieben („conchiert“), anschließend gezielt abgekühlt und in vorgewärmte Makrolon-Formen gegossen. Zum Abschluss erfolgt das Abkühlen auf Erstarrungstemperatur und das Verpacken.
Beim vorletzten Produktionsschritt, dem Abkühlen vor der Verpackung, werden die Schokoladenformen durch eine Durchlauf-Kühlanlage geführt. Diese Anlagen erreichen je nach Produktionsausstoß des Herstellers beachtliche Abmessungen und verbrauchen auch erhebliche Mengen an Energie.
Da die Kältetechnik in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht hat und zugleich das Bewusstsein der Industrie für Energieeffizienz und nachhaltige Produktionsprozesse stark gestiegen ist, bieten die Kälteanlagen in der Schokoladenproduktion erhebliches Potenzial zur energetischen Optimierung. Während die Mechanik, d. h. die Fördertechnik für die Schokoladenformen, noch dem Stand der Technik entspricht, besteht bei der Kälteerzeugung, der Luftführung und der Isolation der kompletten Anlage häufig erheblicher Verbesserungsbedarf.
Dieses Potenzial erschließt das Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Achim Krischer, das sich exakt auf solche Aufgaben konzentriert und hier umfassende Erfahrungen vorzuweisen hat. Der Inhaber des Büros arbeitet dabei regelmäßig mit zwei auf die Kältetechnik spezialisierten Unternehmen zusammen, um komplette Retrofit-Projekte zu planen und in die Realität umzusetzen. Beteiligt sind die Unternehmen:
- Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Achim Krischer, Wipperfürth: Beratung & Planung
- L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG, Sundern: Kälteanlagen
- A. Seveso S.p.A., Turate/Italien: Wärme- tauscher/Kühlregister
Jedes Projekt beginnt mit einer sorgfältigen Ist-Aufnahme nicht nur unter dem Aspekt der Energieeffizienz. Auch Faktoren wie Hygiene, Ergonomie, Produktionsausstoß etc. werden berücksichtigt. Auf der Basis dieser Analyse wird ein Vorschlag erarbeitet und anschließend – nach Zustimmung des Kunden – umgesetzt.
Zu den typischen Anlagenkomponenten, die meistens optimierungsbedürftig sind, gehören die Luftführungen und die Kühlregister. Ein Retrofit führt hier häufig nicht nur zu geringerem Energieverbrauch, sondern auch zu einer Erhöhung des Durchsatzes und damit der Produktionsmengen.




