Die Fleischerei von Block House hat ihre fünf Tiefziehverpackungsmaschinen bisher dezentral mit Vakuum versorgt. Die in den Produktionsräumen untergebrachten Vakuumpumpen verlangten durch ihre Abwärme jedoch eine stärkere Kühlung der Werkshallen. Mit einer Vakuumzentralanlage von Dr.-Ing. K. Busch hat sich das Hamburger Unternehmen jetzt für eine effizientere Vakuumversorgung entschieden.
Der Name Block House ist den meisten Fleischliebhabern ein Begriff. In insgesamt 49 Steakhäusern bewirtet die Restaurantkette jährlich über 6 Mio. Gäste. Dass sie seit 1973 auch eine eigene Fleischerei in Hamburg betreibt, ist jedoch weniger Menschen bekannt. Knapp 100 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. An mehreren Produktionslinien zerlegen sie Rinder, portionieren Steaks oder produzieren Burger. Das Ganze im Ein-Schicht-Betrieb, die Burgerproduktion läuft im Zwei-Schicht-Betrieb. Ein kleiner Teil der Produkte geht in die eigene Restaurantkette. Den Großteil liefert die Fleischerei an Groß- und Einzelhändler sowie an Gastronomiebetriebe aus Deutschland und dem benachbarten Ausland.
Täglich verpacken fünf Verpackungslinien mit je einer Tiefziehmaschine die unterschiedlichen Fleischerzeugnisse. Sie wurden bisher dezentral mit dem notwendigen Vakuum versorgt. Dafür kam jeweils eine Drehschiebervakuumpumpe als Vorpumpe und ein zusätzlicher Vakuumbooster in Form einer Wälzkolbenvakuumpumpe zum Einsatz. Doch energetische Analysen ergaben, dass im Bereich der Vakuumversorgung Einsparpotenziale für Block House bestanden. Der Grund dafür lag unter anderem am Standort der Vakuumpumpen. Sie waren in der Nähe der Verpackungsmaschinen aufgestellt und gaben ihre Abwärme direkt in die gekühlten Produktionsräume ab. Daher mussten die Fleischereibetreiber die Kälteproduktion erhöhen, um die aus hygienischen Gründen notwendige Raumkälte aufrechtzuerhalten. Hinzu kam, dass die Mitarbeiter durch die Vakuumpumpen an ihren Arbeitsplätzen permanent den Betriebsgeräuschen ausgesetzt waren.
Zentrale Vakuumversorgung
Die Block-House-Fleischerei entschied sich dafür, ihre Vakuumversorgung zu erneuern. Mit diesem Vorhaben verfolgte sie gleich mehrere Ziele: Energie sparen, CO2-Emissionen reduzieren, eine hohe Verfügbarkeit der Vakuumversorgung gewährleisten und die Vakuumpumpen aus den Produktionsräumen verbannen. Zusammen mit Spezialisten von Busch entwickelte Block House ein Konzept, um die Vakuumversorgung energieeffizienter zu gestalten und gleichzeitig alle bisherigen Nachteile zu eliminieren. Schnell war man sich einig, dass eine zentrale Vakuumversorgung der Verpackungsmaschinen die optimale Lösung darstellt. Als Basis für die Auslegung der Vakuumzentralanlage dienten die fünf vorhandenen Tiefziehverpackungsmaschinen. Sie benötigen nur für den eigentlichen Verpackungsvorgang Vakuum, weil die Unterfolie in der Formstation der Maschinen nicht mit Vakuum in die Formen gesaugt, sondern mit Druckluft in die Formen geblasen wird.




