Bei Tankanschlüssen und Rohrleitungen kommen meist Clamp- oder Blockflanschverbindungen zum Einsatz. Diese Verbindungslösungen unterliegen jedoch keiner definierten Verpressung. Daher kann eine zu starke Verschraubung zur Produktberührung der Dichtung und zu hygienekritischen Verwirbelungen im Behälter oder Rohr führen. Beim Blockflansch AWH Connect 11864 mit O-Ring ist eine unsachgemäße Verpressung ausgeschlossen und die Dichtung sitzt stets an der richtigen Stelle.
Eine häufig in der Lebensmittelindustrie verwendete Verbindung ist der Klemmflansch gemäß DIN 32676 Clampnorm. Werden die Schrauben einer solchen Clampverbindung zu fest angezogen, wandert die Dichtung ins Rohrinnere. Dies reduziert zunächst einmal den Querschnitt an der betroffenen Stelle und erzeugt Verwirbelungen, was den Durchfluss beeinträchtigt. Zudem entsteht an der Rückseite der Dichtung in solch einem Fall ein Strömungsschatten, der sich nur sehr schwer reinigen lässt. Je nach Produktmedium können dessen chemische Eigenschaften oder hohe Temperatur zusätzlich zu einer Ausdehnung des Dichtungsmaterials führen, sodass sich das Problem weiter verschärft. Das bedeutet, dass die weltweit gültige DIN 32676 Clampnorm und die ISO 2852 die Hygieneanforderungen schon bei leichten Anwendungsfehlern nicht mehr erfüllen.
O-Ring statt Flachdichtung
Der Blockflansch Connect 11864 der Armaturenwerk Hötensleben GmbH (AWH) soll dieses Dilemma aus dem Weg räumen. Denn die Besonderheit der genormten Sterilverbindung liegt in dem O-Ring, auf den AWH anstatt der bei Blockflanschen sonst üblichen Flachdichtung mit großer Elastomer-Oberfläche zurückgreift. Der O-Ring liegt in einer passgenauen Schale, in der er sich bei Bedarf ein Stück weit nach hinten ausdehnen kann. Zusätzlich verhindert ein mechanischer Anschlag zwischen den Flanschen ein zu festes Anziehen der Schrauben. Aufgrund des Zusammenspiels der beiden Komponenten O-Ring und mechanischer Anschlag besteht keine Gefahr, dass die Dichtung ins Innere des Behälters oder Rohrs wandert. Der Dichtungsring liegt in jedem Fall korrekt und totraumfrei in seiner Nut. Darüber hinaus ist der Blockflansch gemäß den Vorgaben der DIN 11864-2 besonders druckfest, sodass je nach Nennweite bis zu 25 bar beaufschlagt werden können.
Schweißempfehlung gibt Sicherheit
Bei der Entwicklung des Blockflanschs hat sich AWH in puncto Hygiene, Druck und Temperatur an die Vorgaben der DIN 11864 gehalten. Eine größere Herausforderung stellte das Einschweißen der Verbindung in den Behälter dar. Denn Blockflanschverbindungen sind inbesondere in der Dichtungskontur sehr empfindlich und dürfen sich beim Schweißen nicht durch einen zu hohen Wärmeeintrag verformen. Daher gibt AWH Anwendern eine Schweißempfehlung an die Hand. Folgt man dieser, lässt sich die Sterilverbindung seitlich am Behälterzylinder, am Boden oder auch am Deckel einschweißen. Damit auch bei einer gewölbten Oberfläche keine „Deadspots“ entstehen und sich der zylindrische Blockflansch homogen einpasst, kann er mechanisch nachbearbeitet werden. So eignet er sich besonders gut für Tankanschlüsse. Aber auch Rohrleitungen, Sensorik, Schaugläser, Sprühreiniger oder Leuchtkörper lassen sich mit dem Blockflansch problemlos in die jeweiligen Systeme einbinden.




