Die Anforderungen an den Verpackungsprozess von Mehl sind schnell aufgezählt: geringe Staubentwicklung, sparsamer Umgang mit dem Packstoff, Flexibilität bei der Verpackungsgröße sowie eine hohe Komprimierung des Produkts. Hinzu kommt ein schonender Umgang mit dem zu verpackenden Mehl. Zu berücksichtigen sind ferner die Verbrauchergewohnheiten in den verschiedenen Wirtschaftsregionen, die oft auf Traditionen zurückzuführen sind, sowie die Anforderungen, die aus dem globalen Austausch der Waren resultieren, zum Beispiel die Normung von Packungsgrößen und Gebinden.
In Europa sind die Packungsgrößen für Mehl standardisiert und werden vorrangig in haushaltsüblichen Gewichtseinheiten von 500, 750, 1000 und 2500 g vermarktet. Die Verpackung erfolgt überwiegend in vorgefertigte Papiertüten, die nicht dicht verschlossen sind. Das bedeutet, die Premade-Papierpackungen sind immer oberflächig mit Mehl bepudert und verschmutzen leicht die Kleidung des Konsumenten beim Einkauf. Ein weiterer entscheidender Nachteil ist die minimale Belastungsfähigkeit des Papiers, das kantige Gegenstände oder andere Packungen im Warenkorb schnell beschädigen können. Ferner ist die üblicherweise im Markt vertretene Papiertüte nicht lange lagerfähig. Hinzu kommen die höheren Kosten für die vorgefertigten Beutel.
Die weiterentwickelte Blockpackmaschine SBS von Rovema eignet sich zum staubarmen, kompakten und staubdichten Verpacken von Mehl, sowohl in Papierbeutel mit partieller Siegelbeschichtung als auch in Folienbeutel mit Papierhaptik. Sie ist eine Kombination aus Schlauchbeutelmaschine und nachgeschalteten integrierten Systemen zur Beutelkopf- und Beutelverschlussgestaltung.
Bei der Weiterentwicklung der Blockpackmaschine wurde besonderes Augenmerk auf den Aspekt der Hygiene gelegt. So ist das Maschinengehäuse frei von waagerechten Flächen, wodurch die Ablagerung von Produkt verhindert und die Reinigung verkürzt wird. Die Kabelverlegung zu den Motoren mit Einkabellösung erfolgt außerhalb des Produktbereichs auf kürzestem Weg, da die den verschiedenen Stationen zugeordneten Schaltschränke in das Gehäuse integriert sind. Freie Sicht in die Maschine und extrem gute Zugänglichkeit sind damit ebenfalls erreicht.
Für die staubarme Verpackung wird die Schneckendosierung SDH eingesetzt, die gewichtsgenau dosiert und über ein spezielles Vakuumsystem verfügt. Damit wird dem Produkt bereits bei der Dosierung Luft entzogen und das Mehl staubarm in den Beutel dosiert. Das bedeutet, dass auch die Folieninnenseite zum Versiegeln frei von Produktstaub gehalten wird. Durch den Entzug eines Großteils der im Mehl eingeschlossenen Luft lässt sich der Packstoffverbrauch um bis zu 20 % reduzieren. Der Prozess der komprimierenden Dosierung, der Entzug der Luft und die kontinuierliche Einbringung in den von der Rolle gefertigten Beutel verläuft sehr staubarm und hygienisch. Bediener und Maschine sind vor Produktstaub geschützt. Die kompakten Packungen sind im Volumen optimiert, was Packungsmaterial einspart und das Transportvolumen verringert.




