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    Chaotischer Labormischer
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    Technik

    Chaotischer Labormischer

    Mit dem 3DS-Labormischer kann eine Vielzahl von Mischbedingungen im kleinen Maßstab nachgebildet werden.
    Veröffentlicht
    10. Mai 2022
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Wie seine großen Brüder arbeitet auch der 3DS-Labormischer nach dem chaotischen Mischprinzip: Zwei Achsen, unabhängig voneinander rotierend, erzeugen immer wieder neue Bewegungsabläufe. Die Beschleunigungsvektoren dieser dreidimensionalen Bewegung überlagern sich. Daraus resultiert ein Höchstmaß an unterschiedlicher Teilchenbeschleunigung. Unerwünschte Zentrifugaleffekte, die zur Trennung schwerer und leichter Bestandteile führen würden, werden durch die chaotischen Bewegungsüberlagerungen vermieden. Eine Beeinträchtigung des Mischergebnisses durch unerwünschtes Materialverhalten, wie es bei Trockenfrüchten, Fruchtkomponenten und empfindlichen Naturprodukten vorkommt, wird eliminiert. Die innere Reibung wird aufgebrochen und einer möglichen Brückenbildung vorgebeugt.

    Aufgrund der hohen Vergleichbarkeit der Mischergebnisse kann bereits im Labor nachgewiesen werden, ob der Mischprozess in der Produktion funktionieren und das Endprodukt die gewünschte Qualität haben wird. Abrieb, Verschleiß und Homogenisierungsgrad können genau geprüft werden. Der geringere Materialeinsatz ist besonders bei teuren und empfindlichen Komponenten von Vorteil. Außerdem lassen sich auf Basis der Probemischung die später in der Produktion benötigten Mischzeiten sehr gut vorhersagen, wodurch das Scale-up kürzer und kosteneffizienter wird.

    Vielzahl von Mischbehältern

    Die Behälteraufnahme des Mischers nimmt eine Vielzahl von Mischbehältern auf. Bei der optional erhältlichen Multiklemmvorrichtung werden die Spannbacken manuell eingestellt, was eine besonders variable Anpassung an die Gebinde erlaubt, indem beispielsweise Behältergrößen und -formen zentrisch gespannt werden. Alle mechanischen Komponenten sind aus rostfreiem Edelstahl 1.4301 gefertigt, ausgenommen die Antriebskomponenten und Normteile.

    Die Bibliothek mitgelieferter Mischprogramme sowie die selbst erstellten Programme sind über das 7″-HMI-Farbdisplay erreichbar. Das optionale Aufspielen neuer Programme über WLAN, LAN oder USB-Port ermöglicht die Entwicklung von Rezepturen außerhalb der teuren Laborumgebung bzw. parallel zur Versuchsführung.

    Der Mischer arbeitet in der Hauptachse mit ca. 80 min-1, in der Nebenachse mit ca. 40 min-1. Der 3DS-Labormischer ist ca. 1000 mm lang, 780 mm breit und hat eine Höhe von 830 mm. Sein Gewicht beträgt
    ca. 160 kg.

    Einspannbare Behältergrößen

    Die einspannbaren Behältergrößen reichen standardmäßig von 0,5 bis 15 l, optional sind bis zu 20 l möglich. Runde Behälter können einen Durchmesser von 100 bis 200 mm haben. Die diagonale Abmessung von kubischen Mischbehältern kann zwischen 140 und 290 mm liegen. Unabhängig davon, ob es sich um runde oder kubische Behälter handelt, beträgt die maximale Höhe 370 mm.

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