Die Hamburger Gewürzmühle stellt 650 verschiedene Gewürze und Gewürzmischungen her, von französischem Lavendel über mediterranes Oregano bis hin zu indischem Pfeffer. Für seine Kunden hält das Unternehmen bis zu 1500 t Gewürze und Gewürzmischungen in ihren Lagern parat, für die es täglich bis 18 t Rohware verarbeitet. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Chargenmischer WBX aus Edelstahl.
Die Faszination für Gewürze hat eine lange Geschichte. Seit Jahrtausenden werden Gewürze entdeckt, verwendet und gehandelt. Schon früh stellte man fest, dass Gewürze mehr können als nur den Gaumen zu umschmeicheln. Einige kamen und kommen immer noch als natürliches Mittel zur Konservierung von Lebensmitteln zum Einsatz. Andere haben eine medizinische Wirkung, sind entzündungshemmend oder helfen bei verschiedenen Beschwerden.
Die hohe Wertschätzung für die duftenden Kostbarkeiten spürt man auch bei der Hamburger Gewürz-Mühle, die vor über 90 Jahren gegründet wurde und heute in der vierten Generation geführt wird. Mit viel Sorgfalt werden aus Blättern, Knospen, Blüten, Rinden, Pflanzenwurzeln, Früchten oder Samen Gewürzmischungen kreiert, bei denen nicht nur Geschmack und Duft stimmen, sondern auch Optik, Konsistenz und Homogenität strengen Vorgaben entsprechen.
Gerade die Anforderungen an die Homogenität sind wichtig, denn jede Portion, auch aus verschiedenen Chargen, muss gleich aussehen, riechen und schmecken. Kleinste Abweichungen können den Geschmack beeinträchtigen. Inhaltsstoffe mit unterschiedlichen Schüttgewichten und Komponenten, die nur in geringen Mengen zugegeben werden, sind eine Herausforderung.
Platzsparende Lösung gesucht
2020 sah sich die Hamburger Gewürz-Mühle mit Engpässen in der Produktionskapazität und alternden, wartungsintensiven Produktionsanlagen konfrontiert. Die neue Mischtechnik musste aber nicht nur den Anforderungen an Homogenität und Produktqualität genügen. „Die Herausforderung lag darin, eine möglichst große Mischanlage zu installieren, die zukünftige Kapazitätsanforderungen erfüllt, und die in die bestehenden und leider auch begrenzten Räumlichkeiten integriert werden kann“, so Betriebsleiter Güngör Gümrük. Zudem sollte die bestehende Peripherie weiterhin genutzt werden, was Gesamthöhe und Anschlussmaße der neuen Mischer zusätzlich einschränkte.
Wegen der häufigen Produktwechsel waren ein verbessertes Entleerverhalten und eine komfortable, gründliche Reinigung wichtige Anforderungen an die neue Mischtechnik – mit dem Ziel, Stillstandzeiten für die Reinigung bei Rezepturwechseln zu senken.
Individuell angepasste Mischtechnik
Da die anfangs angedachten einfachen und standardisierten Lösungen wegen der Platzverhältnisse nicht umgesetzt werden konnten, entschied man sich schließlich für eine individuell ausgearbeitete Gesamtlösung der zur WAM-Gruppe gehörenden MAP Mischtechnik GmbH aus Altlußheim. Güngör Gümrük: „Mittels geänderter Antriebsvarianten, bedarfsgerechter Positionierung der Flanschstutzen und individuell angepassten Grundrahmen gelang der Spagat zwischen größtmöglicher Mischerkapazität und räumlichen Gegebenheiten, ohne dass an den bestehenden und bewährten Systemen zur Beschickung und Entleerung etwas geändert werden musste.“




