Elastomerdichtungen aus dem FDA-konformen FEPM-Compound AF 680 zeichnen sich durch eine hohe Chemikalienbeständigkeit, auch gegenüber Aromastoffen und ätherischen Ölen aus. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre hohe Standfestigkeit in CIP- und SIP-Prozessen.
Alle Materialien, die im Produktionsprozess mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, müssen FDA-konform sein und die Verordnung (EG) 1935/2004 erfüllen. Dies gilt auch für Elastomerdichtungen. Doch dies stellt lediglich die Grundvoraussetzung dar. Daneben müssen Elastomerdichtungen auch CIP- und SIP-Prozessen ohne Einschränkungen standhalten. Dabei werden die Dichtungsmaterialien starken Belastungen ausgesetzt, beispielsweise durch aggressive Desinfektions- und Reinigungsmittel oder hohe Temperaturen. So hat der im Sterilisationsprozess eingesetzte Heißwasserdampf eine Temperatur von bis zu 149 °C. Deshalb versagen hier auf Dauer viele Elastomerdichtungen. Kostspielige Folge sind häufigere Wartungsintervalle, vermehrte Instandsetzungsarbeiten oder gar Produktionsstopps.
Intensive Reinigungsprozesse
Immer mehr Lebensmittelhersteller verzichten auf den Einsatz von Konservierungsstoffen. Um dennoch eine lange Haltbarkeit der Produkte sicherstellen zu können, müssen die Prozesse immer hygienischer gestaltet und die Anlagenreinigung (Rohrleitungen, Ventile, Pumpen, etc.) intensiviert werden. Hinzu kommt, dass im Sinne einer höheren Produktivität Reinigungszyklen verkürzt werden, was nicht selten mit dem Einsatz noch schärferer Reinigungsmittel verbunden ist.
Kurzum: Elastomerdichtungen sind bei Reinigungsprozessen enormen Beanspruchungen ausgesetzt.
Die Beständigkeit von elastomeren Dichtungswerkstoffen gegenüber dem abzudichtenden Medium oder Reinigungschemikalien hängt von Einsatztemperaturen ab. So kann eine hohe Beständigkeit bei niedrigem Temperaturbereich durchaus gegeben sein, bei hohen Temperaturen hingegen nicht.
Dichtungen aus EPDM
In der Lebensmittelindustrie werden sehr häufig Elastomerdichtungen aus EPDM eingesetzt, da sie eine sehr hohe Beständigkeit gegenüber Heißwasser und Wasserdampf aufweisen. Allerdings zeigen sie eine geringe Resistenz gegenüber Fetten oder höher temperierten Säuren. Bei höheren Fettgehalten oder aggressiven Medien werden deshalb FKM-Werkstoffe bevorzugt. Diese wiederum haben Schwächen, wenn sie mit Heißwasser oder Wasserdampf in Kontakt kommen.
Mit Dichtungen aus Spezial-FKM lassen sich diese Schwächen ausgleichen. Doch selbst letztere stoßen an ihre Einsatzgrenzen, wenn im Reinigungsprozess die Medientemperatur zu hoch oder die Werkstoffquellung für Hygienic-Design-konforme Einbauräume zu groß ist.




