Die Vielfalt der Medien, die in Edelstahlcontainer abgefüllt wird, reicht von niedrigviskosen, wässrigen Lösungen bis zu halbfesten Formen. Beispiele hierfür sind Grundstoffe für Getränke, Fruchtzubereitungen, Jogurt, Aromen und Pasten. Ein Vorteil dieser Gebinde liegt unter anderem in deren Verwendung als echte Mehrwegverpackung. Durch ihre Langlebigkeit wird Abfall vermieden und Umweltressourcen werden geschont. In der Regel liegen die Volumina dieser Container zwischen 200 und 1500 l. Die Container weisen die unterschiedlichsten Formen und Ausstattungsmerkmale auf, wie Doppelmantel zum Beheizen oder Kühlen, Isolierung, verschiedene Bodenneigungen und Deckelkonstruktionen sowie die Stapelfähigkeit innerhalb eines Systems.
Gemeinsam ist allen Containern, dass sie eine Auslaufarmatur besitzen. Hier hat sich beispielsweise in der Lebensmittelindustrie das Scheibenventil DN 50 mit Gewindestutzen nach DIN 11851 als Standard durchgesetzt.
Bei hohen Anforderungen an die Mikrobiologie, wie dies bei Lebensmitteln der Fall ist, sind besondere Maßnahmen bezüglich mikrobiologischer Sicherheit zu berücksichtigen. Sowohl der Container als auch die entsprechenden Leitungen müssen sterilisiert werden. Ein Zyklus könnte beispielsweise so aussehen: Der Container wird mehrere Minuten gedämpft. Temperatur und Zeitprofil der Sterilisation richten sich nach den Auslegungsdaten der Container und dem Füllgut. Auch die Richtung des Dampfflusses ist von den Anschlussmöglichkeiten und deren Nennweiten abhängig. Nach der Sterilisation wird der Dampf aus dem Container mit Sterilluft oder Stickstoff ausgeblasen. Dadurch wird ein Schaden am Container durch Unterdruck infolge kondensierenden Dampfes vermieden. Vor dem Füllen der Container muss noch die Zuleitung sterilisiert werden. Die Befestigung des Füllschlauchs mit der Nutmutter erfolgt manuell, entweder direkt oder über ein kurzes Rohrstück an das Anschlussventil des Containers. Die Füllleitung wird nun bis zum geschlossenen Ventil des Containers gedämpft. Das Kondensat kann über ein kleines Ventil am Rohrstück abgelassen werden.
Für den Füllvorgang wird das Containerventil geöffnet, die Waage tariert und der Container befüllt, bis das Waagensignal das Füllventil wieder schließt. Die hierbei verdrängte Luft muss über einen im Container integrierten oder aufgesteckten Sterilfilter soweit abgelassen werden, dass ein Überdruck im Kopfraum erhalten bleibt. Das tatsächliche Füllgewicht wird auf das Containeretikett gedruckt und der Container versandfertig vorbereitet.
Der volle, unter leichtem Überdruck stehende Container wird nach dem Transport an eine Ablaufleitung angeschlossen und entleert. Im Prinzip sind die gleichen Schritte wie beim Füllen notwendig. Zur Reinigung wird der Container als erstes drucklos gemacht und anschließend an eine CIP-Anlage angeschlossen.




