Bei der Softwareauswahl wünschten sich die Spezialisten von Apostel unbedingt einen Dienstleister, der bereits Referenzen im Ultrafrischebereich hatte. Bei CSB-System war dies der Fall und so fiel 2009 die Wahl auf das Geilenkirchener Unternehmen.
Inzwischen verfügt der Hersteller von Frischeprodukten über eine umfassende, bereichsübergreifende Komplettlösung. Die einzelnen Bausteine sind: Business Intelligence, EDI, NVE-Management, Qualitätsmanagement, Beschaffung, Lager, Instandhaltungsmanagement, Rückverfolgung (Chargen-Informations-System), Produktion, Absatz, Tourenverwaltung, Speditionsabrechnung, Personal & Arbeit (Zeitwirtschaft), Terminaldaten & Zutrittskonten, Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Anlagenbuchhaltung und mobile Applikationen (M-ERP). Das heißt, alle Kern- und unterstützenden Funktionen des hochintegrierten CSB-Systems sind implementiert.
Das Instandhaltungsmanagement zum Beispiel ist so ausgefeilt, dass Apostels beim letzten IFS-Audit Extrapunkte erhielt. Seit vier Jahren hat das Unternehmen IFS-High-Level-Status; mit Unterstützung durch das CSB-System wird im nächsten Audit die Höchstpunktzahl angestrebt.
„Durch das Instandhaltungsmanagement kann man einfach nichts mehr vergessen, und nichts geht mehr verloren“, freut sich Kostas Kourkoutas, verantwortlich für die IT bei Apostels. Präventive Wartungsaufträge generiert das System selbst, wobei für externe Dienstleistungen ein Vorlauf von 30 Tagen besteht. Für die Anlagenfahrer werden regelmäßige Arbeiten, beispielsweise das Abschmieren, vorgegeben. Ad-hoc-Reparaturen werden, wenn der Maschinenfahrer sie übernimmt, über eines der CSB-Racks (spezieller Industriearbeitsplatz) ins System eingepflegt. Ansonsten wird über eine Störungseingabe ein Reparaturauftrag an die Instandhaltung übermittelt. Die Betriebsleitung erhält einen minutengenauen Überblick über die Vorgänge und kann einsehen bzw. bestimmen, wer die Reparatur vornehmen soll.
Die Produktion bei Apostels ist auf höchste Hygiene und Lebensmittelsicherheit ausgelegt. Dies beginnt schon bei der strengen Kontrolle am Wareneingang, die über zwei CSB-Racks abgewickelt wird. Das spanische Tochterunternehmen Apostel Hispano, das im Vertragsanbau die für Zaziki benötigten Gurken liefert, ist in die CSB-Lösung eingebunden. Die Daten für die Etiketten der Gurkensteigen/Paletten werden online übermittelt und am Wareneingang in Garbsen ausgedruckt. Hier erfolgt auch das Umlabeln der übrigen Eingänge. Mit mobilen Geräten werden die lieferantenseitigen Etiketten erfasst und die Daten in interne Barcodes überführt, mit denen dann beispielsweise Packmaterial ausgestattet wird. Die Prozedur ist nötig, da nicht alle Zulieferer die Vorgaben von Apostels erfüllen können.




